Busrückrufe bei Daimler

Die Konzerntochter Evobus hat im März drei Rückrufaktionen für Mercedes- und Setra-Modelle gestartet, wie aus Warnhinweisen des Kraftfahrt-Bundesamts hervorgeht.

Blaue Mercedes Sprinter City 35 für die öffentlichen Taneo-Nahverkehrslinien auf Neukaledonien.
Bild: Daimler AG

Daimler-Tochter Evobus hat im März drei Rückrufaktionen gestartet, wie aus Warnhinweisen des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) hervorgeht. Bei weltweit 1.664 Mercedes- und Setra Bussen könnte sich die Scheibe des Klappfenstermoduls aufgrund einer unzureichenden Verklebung lösen und in den Fahrgastraum fallen.

Bei 243 hierzulande registrierten Einheiten der Baureihen Mercedes Conecto und Intouro, sowie Setra S 415 LE, S 415 UL, S 416 LE, S 416 UL, S 417 UL, und S 418 LE Business überprüft die Werkstatt, ob sich die Scheibe vom schwenkbaren Fenstermodul löst. In einem solchen Fall wird sie ersetzt. Zudem befestigt sie die Scheibe mit zwei zusätzlichen Halterungen am Modul. Die Aktion mit dem internen Code „67.10U20082A“ ist für Fahrzeuge aus dem Bauzeitraum Oktober 2017 bis Dezember 2019 vorgesehen.

Ebenfalls um den Conecto geht es beim zweiten Rückruf. Wie beim Citaro aus den Baujahren 2015 bis 2019 muss der Gasdruckregler auf Dichtheit geprüft und ggf. erneuert werden. Etwa 780 Fahrzeugen, darunter 68 in Deutschland, droht sonst Gasaustritt. Da es sich um die exakt gleiche Fehlermeldung wie im vergangenen Spätherbst beim Econic handelt, dürften auch hier Fahrzeuge mit Erdgasantrieb gemeint sein. Der Aktionscode lautet „47.40M20080A“.

Fahrgast kann aus Sprinter City fallen

Sehr unerfreulich könnte für Passagiere eine Fahrt im Mercedes Sprinter City (Foto) enden. „Aufgrund eines fehlerhaften Türantriebs könnte die Schließfunktion der Tür versagen. Es besteht die Gefahr, dass ein Fahrgast beim Anlehnen die Tür ungewollt öffnet und herausfallen könnte“, warnt das KBA. Unfälle sind der Behörde aber im Zusammenhang mit der nun gestarteten Rückrufaktion „72.25X20084A“ keine bekannt.

An den betroffenen Fahrzeugen müssen die Türantriebe erneuert oder die Mitnehmersysteme getauscht werden. Das gilt für 87 Kleinbusse der Baujahre 2018 und 2019, wovon 54 hierzulande unterwegs sind. Da der Hersteller zu Busrückrufen keine Angaben macht, gibt es zur Reparaturdauer keine Informationen. In allen drei Fällen hat das KBA noch nicht über die Überwachung der Rückrufe entschieden.

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