Eine mögliche Überhitzung oder ein Bruch von internen Motorteilen sind die Gründe für eine Rückrufaktion für die Lkw-Baureihen TGS und TGX von MAN. Sie gilt schon seit Dezember weltweit für über 8.100 Exemplare mit Euro 6c Motoren der Baureihen D2676LF51 bis -53 sowie D2676LF63 bis -65, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) damals meldete.
Fahrzeuge mit bleifreien Motorlagern könnten schwere Motorschäden erleiden, wenn das Motoröl alt oder kontaminiert sei oder wenn nicht genehmigte Öle oder Filter verwendet würden, heißt es in einer neuen, ergänzenden Behördenmeldung. „Wenn eine Pleuelstange bricht und das Kurbelgehäuse reißt, besteht eine erhöhte Brandgefahr“. Dem KBA sind einige Fahrzeugbrände bekannt.
Als technische Lösung sieht MAN den Austausch der unteren Hauptlagerschalen im Motor vor. Dadurch soll verhindert werden, dass sich Schäden durch verunreinigtes oder gealtertes Öl weiter ausbreiten. Die Rückruf-Codes „8982TR“, „8984TR“ und „9007TR“ gelten in Deutschland für 937 Trucks aus dem Produktionszeitraum Oktober 2016 bis Dezember 2019.
Zu der Problematik gab es bereits 2024 einen Rückruf, damals mit den Codes „7979TW“ und „8062TW“ für 37.565 Einheiten (deutschlandweit: 12.693) aus demselben Bauzeitraum. Im Internet gab und gibt es zu dieser Angelegenheit schon lange lebhafte Diskussionen und Beiträge, in denen Betroffene schildern, dass ihre Fahrzeuge trotz Einhaltung von Wartungsintervallen oder trotz bereits durchgeführtem Rückruf in Brand gerieten. MAN selbst hatte sich im vergangenen November mit dieser Pressemitteilung hierzu geäußert.
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