GDV fordert Konsequenzen bei Bussicherheit

Der Leiter der Unfallforschung der Versicherer will über die Positionierung der Tanks sprechen. Zudem fordert er weniger brennbare Materialien.

Luftaufnahme vom Unfallort des Busunglücks bei Münchberg am 3. Juli 2017.
Bild: Polizeidirektion Hof

Ein etwas anderes Fazit zum Thema Bussicherheit als der RDA zieht der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) aus dem Unfallgutachten von Münchberg. Siegfried Brockmann, Leiter der Unfallforschung der Versicherer, forderte gegenüber „Kfz-Rueckrufe.de“ Konsequenzen für die künftige Sicherheitsarchitektur. Zwar seien solch schwere Unfälle immer eine Verkettung mehrerer unglücklicher Umstände. Dennoch müsse man feststellen, dass die Platzierung der Tanks an der Vorderachse falsch sei.

„Bei dem Unfall von Münchberg gab es eine Geschwindigkeitsdifferenz zwischen den beiden Fahrzeugen von maximal 40 km/h. Es kann nicht sein, dass dieser vergleichsweise schwache Aufprall solch verheerende Konsequenzen hat“, sagte Brockmann. Darüber werde bei den nächsten Terminen der zum Thema Bussicherheit existierenden Fachgremien zu reden sein.

Zudem fordert der GDV schon länger, keine leicht brennbaren Materialen in Reisebussen mehr zu verbauen. „Die Deutsche Bahn hat klare Vorgaben für die Auswahl der Innenmaterialien ihrer Waggons. Das brauchen wir auch für Busse.“ Der Innenraum von Bussen dürfe nicht mehr zu einer Feuerfalle werden. Keine Probleme sieht Brockmann dagegen bei Busunternehmen und deren Fahrern. „Aus meiner Sicht sind die Lenk- und Ruhezeiten befriedigend geregelt. Und sie werden auch beachtet.“

 

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