US-Behörde unzufrieden mit Info zu Mercedes-Rückrufen

Gleich mehrere Vorwürfe gegen Daimler werden im Rahmen eines Audits mit der NHTSA untersucht. Es drohen empfindliche Geldstrafen.

Ein Mercedes-Stern in Großaufnahme auf einer blauen Motorhaube.
Bild: MikesPhotos/Pixabay/CC0 Public Domain

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde (NHTSA) hat Daimler wegen vermeintlicher Verfehlungen bei der Information über Rückrufaktionen ins Visier genommen. Wie aus einer Mitteilung von vergangener Woche hervorgeht, sollen Mercedes-Besitzer nicht innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen 60-Tage-Frist über anstehende Aktionen informiert worden sein. Auch die Benachrichtigungen selbst stehen in der Kritik. Aus Sicht der Beamten enthielten sie zu wenig Details zum eigentlichen Sicherheitsproblem und zum Zeitplan für den Rückruf.

Weiterhin soll ein Online-Tool der Behörde zur Abfrage der individuellen Fahrgestellnummer nach Rückrufen nicht zuverlässig funktioniert haben. Verantwortlich dafür soll ein gestörter Datenfluss zum Hersteller gewesen sein. Fahrzeugbesitzer hätten dann keine sicherheitsrelevante Informationen über offene Aktionen an ihren Fahrzeugen erhalten können.

Laut NHTSA-Schätzungen könnten über 1,4 Millionen Mercedes-Halter von den Problemen betroffen sein. Im Rahmen einer so genannten „Audit Query“ (AQ) untersucht die Behörde nun, ob und wie sich der Umgang mit Rückrufen verbessern lässt, um „die Einhaltung von Mindestanforderungen“ künftig zu gewährleisten. Eine solche AQ kann mit empfindlichen Geldstrafen enden, wie BMW und Triumph vor gut einem Jahr erfahren mussten.

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