Audi ruft 250.000 Autos zurück

In den USA und Kanada müssen demnächst die Modelle A4, A5 und Q5 in die Werkstatt, weil der Motor-Zuheizer überhitzen kann.

Ein weißes Audi A5 Cabrio fährt durch eine Wüstenlandschaft.
Bild: Audi

VW-Tochter Audi ruft in Nordamerika über 250.000 Exemplare des A4, A5 (Foto) und Q5 zurück. Die Fahrzeuge liefen zwischen April 2011 und Mai 2015 vom Band (Modelljahre 2013 bis 2016). Ursache ist Kontaktkorrosion im elektrischen Anschluss des Zuheizers. Dies kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass die Heizdrähte überhitzen oder schmelzen. Dadurch besteht einer Mitteilung der US-Verkehrssicherheitsbehörde (NHTSA) zufolge eine erhöhte Brandgefahr.

Ursache der Korrosion ist die Zinnbeschichtung des Steckers im Zuheizer. Infolgedessen könne ein erhöhter Übergangswiderstand und damit überhöhte Temperaturen auftreten. Den neuen Zuheizer verbauen Werkstätten ab einem noch nicht feststehenden Termin. Er verfügt über eine robustere Zinn-Silber-Legierung.

Audi hat für den Rückruf zwei unterschiedliche Codes vergeben. Grund ist ein Softwareupdate für die Klimaanlage, das bereits seit längerer Zeit unter dem Code „82B8“ läuft. Kundenfahrzeuge, bei denen das Update noch nicht aufgespielt wurde, erhalten im Rahmen der Aktion „80C6“ aufgrund eingeschränkter Teileverfügbarkeit eine Vorzugsbehandlung inklusive Softwareupdate. Erst später tauschen Werkstätten den Zuheizer auch bei Modellen, die in den vergangenen Monaten das Softwareupdate bereits erhalten haben. Bei diesen Audis lautet der Aktionscode „80C5“.

Ob der Rückruf auch in Deutschland stattfindet, blieb von der Audi-Pressestelle bislang unbeantwortet. Die Tatsache, dass das Softwareupdate „82B8“ auch hierzulande durchgeführt wurde, könnte dafür sprechen.

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