Gurtprobleme beim Mercedes GLC

Weil die Gurtzunge bei den hinteren äußeren Sitzen komplett im Gurtschacht verschwinden könnte, holt Daimler in Nordamerika über 136.000 SUV in die Werkstatt. In Deutschland geht es laut Hersteller dagegen nur um 80 Fahrzeuge.

Mercedes-Benz GLC 250 d 4MATIC, Citrinbraun Magno, Offroad Line Exterieur, 17.06.2015
Bild: Daimler

Daimler plant für Mitte Mai den Start einer Rückrufaktion für den Mercedes GLC (X253). Problem sind die Gurtzungen der äußeren hinteren Sicherheitsgurte. Diese könnten in den Gurtschacht zwischen der C-Säulenverkleidung und der Fondseitenverkleidung eingezogen werden. Dadurch könnten Passagiere den Gurt nicht mehr nutzen. Damit das Problem auftrete, müsse der Gurt aber zuvor entgegen der Bedienungsanleitung angelegt und gelöst worden sein, betonte der Hersteller in einem Hinweis an die US-Verkehrssicherheitsbehörde (NHTSA).

In Nordamerika ist für über 136.000 Exemplare die Installation eines Puffers für die C-Säulenverkleidung vorgesehen, so dass die Gurtzunge stets greifbar bleibt. Nachricht bekommen Halter eines SUV aus dem Bauzeitraum März 2015 bis März 2018. In Deutschland steht der Rückruf ebenfalls an. Eine Bestätigung durch den Hersteller steht aber noch aus.

Nachtrag 3.4.:

Die Daimler AG hat den Rückruf nun auch für Deutschland bestätigt. Er betrifft bei uns allerdings nur 80 Fahrzeuge „ohne Klemmsteckzunge im Fond“, wie ein Sprecher auf Anfrage sagte. Sollte der Aufroller die Gurtzunge in den Freiraum zwischen der C-Säulenverkleidung und der Fondseitenverkleidung einziehen, könnten ihn die Passagiere nicht ohne Hilfsmittel wieder hervorholen. Für die Integration eines zusätzlichen Pufferelements in die C-Säulenverkleidungen ist etwa eine Stunde vorgesehen.

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