Audi-Rückruf: Getriebeöl schäumt über

Beim R8 der Baujahre 2015 bis 2017 kann es nach dynamischen Fahrmanövern auf der Rennstrecke zum Ölaustritt an der Getriebeentlüftung kommen.

Audi R8 Spyder, Standaufnahme im Oktober 2016, Farbe: Arablau,
Bild: Audi

Audi ruft in Deutschland 1.925 Exemplare des R8 V10 (Coupé und Spider) zurück. Die Aktion „34J1“ betrifft Sportwagen aus einem Produktionszeitraum zwischen Ende Juni 2015 und Ende Oktober 2017 mit „DL800“-Getriebe (Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe S-Tronic). „Im Rennstreckenbetrieb kann es in Kombination mit extremen Fahrmanövern zu einem Ölaustritt an der Getriebeentlüftung kommen“, begründete ein Unternehmenssprecher in Ingolstadt die Maßnahme.

Ursache sei ein Aufschäumen des Getriebeöls. „Das für diesen Fall konstruktiv vorgehaltene Ausdehnungsvolumen in der Getriebeentlüftung kann im Einzelfall zu gering sein, um den Volumenzuwachs vollständig zu kompensieren“, so der Sprecher. An der Getriebeentlüftung austretende Öldämpfe könnten auf heiße Bauteile im Motorraum treffen. In der Folge könne es zu Rauchentwicklung kommen. Auch ein Fahrzeugbrand könne nicht ausgeschlossen werden.

Die Vertragswerkstatt ersetzt den Einfachentlüfter in der Getriebeentlüftung durch einen Zweifachentlüfter mit höherem Ausdehnungsvolumen. Das Fahrzeug könne bis zur Reparatur weiter genutzt werden, so der Sprecher. Auf einen Rennstreckenbetrieb sollten Halter aber bis dahin verzichten. Eine Angabe zur Reparaturdauer machte er nicht.

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