BMW: Kurioser Rückruf in den USA

Dass eine Fahrt ohne Gurt eine erhöhte Verletzungsgefahr mit sich bringt, sollte bekannt sein. Trotzdem müssen die Münchner genau deshalb den i3 in die Werkstatt holen.

Ein blauer BMW i3 fährt 2016 auf einer Bergstraße.
Bild: BMW

Weil Behörden in den USA auch die Verletzungsgefahr von nicht angeschnallten Passagieren bewerten, ruft BMW dort seine komplette Elektro-Baureihe i3 zurück. Das Fahrzeug entspreche auf der Beifahrerseite nicht den Sicherheitsanforderungen für besonders kleine und leichte Frauen, heißt es in einem Warnhinweis der US-Verkehrssicherheitsbehörde (NHTSA). Bei einem Frontalcrash bestehe für diese Gurtmuffel eine erhöhte Gefahr von Nackenverletzungen.

Der einzige Bundesstaat in den USA ohne Gurtpflicht ist New Hampshire im Nordosten. Trotzdem gilt nun im ganzen Land ein Verkaufsstopp für den i3. Der Rückruf betrifft insgesamt etwa 32.000 Elektrofahrzeuge aus dem Produktionszeitraum 1. September 2013 bis 14. November 2017.

Bereits zugelassene Fahrzeuge dürften aber bei Nutzung des Sicherheitsgurts weiter genutzt werden, teilte der Hersteller mit. Dies ist wichtig, denn eine Abhilfemaßnahme für das Problem liegt noch nicht vor und könnte sich auch noch eine Weile hinauszögern. Ein BMW-Sprecher in München betonte, dass dieser Rückruf ausschließlich in den Vereinigten Staaten durchgeführt werde.

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