Mercedes: Rückruf für Erdgas-Sprinter

Bei 331 Transportern der ersten Generation müssen die Gastanks überprüft und ggf. ausgetauscht werden. Die Fahrzeuge sind bis zu 21 Jahre alt.

Marktreife erreicht: Der NGT-Sprinter (Natural Gas Technology) lässt die Erprobungsphase hinter sich. Beispielsweise die RHENAG übernimmt im April 1996 mehrere Fahrzeuge in den Alltagsbetrieb.
Bild: Daimler

Daimler ruft bis zu 21 Jahre alte Transporter der ersten Sprinter-Generation zurück (W 902-904). Betroffen sind weltweit jedoch nur 1.078 Fahrzeuge, die per Einzelzulassung eine Umrüstung auf Erdgasantrieb erhalten haben (M111 CNG-Motor). Davon wurden laut einem Sprecher der Nutzfahrzeugabteilung etwa 800 von deutschen Vertragshändlern verkauft.

Bei den Fahrzeugen aus den Baujahren 1997 bis 2006 besteht die Gefahr, dass ein rostiger Gastank birst. Angesichts des Alters ist aber die Zahl der zu überprüfenden Transporter laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) deutlich kleiner als die verkaufte. Das Fahrzeugregister des KBA lieferte laut einer Behördensprecherin 331 Treffer.

Bei diesen Fahrzeugen „besteht eine Verletzungsgefahr für die Insassen sowie andere Verkehrsteilnehmer“, wie es im Warnhinweis heißt. Unfälle seien aber bisher keine bekannt. Auch der Hersteller hat keine Kenntnis von Schadensfällen aufgrund dieses Problems. Mercedes-Benz Servicepartner überprüfen im Rahmen der Aktion „T1NGASDRU“ die Gastanks auf Korrosion und tauschen sie bei Bedarf aus. Das KBA überwacht die Durchführung des Rückrufs.

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