Möglicher Wassereintritt bei Setra-Bussen

Über die Befestigungskonsole des Fahrersitzes eindringende Feuchtigkeit kann Schäden in der Hauptschalttafel verursachen. Es droht ein Kabelbrand.

Setra S 418 LE Business MultiClass 400, Exterieur, rauchsilber metallic, OM 470 mit 290 kW/394 PS, 10,7 L Hubraum, 6-Gang Automatikgetriebe, FleetBoard TiiRec on-board Computer, Länge/Breite/Höhe: 14.640/2.550/3.355 mm, Bestuhlung: 1/57
Bild: Daimler

Daimler-Tochter Evobus ruft weltweit 719 Setra-Omnibusmodelle zurück, davon 616 in Deutschland. Bei den Baureihen S 415 LE Business, S 416 LE Business und S 418 LE Business könne „aufgrund konstruktiv bedingten Aussparungen an der Befestigungskonsole des Fahrersitzes […] Wasser in den Bereich der Hauptschalttafel eindringen und Feuchtigkeitsschäden verursachen“, hieß es von Seiten des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) auf Anfrage.

Um den Ausfall bestimmter Steuergeräte sowie einen Kurzschluss und Kabelbrand künftig auszuschließen, verschließen die Werkstätten bei den Bussen aus dem Bauzeitraum Januar 2015 bis Juli 2017 die Aussparungen in der Befestigungskonsole. Wie lange die unter dem Code „54.15U10451B“ durchgeführte Reparatur dauert, ist nicht bekannt. Der Hersteller beantwortet grundsätzlich keine Anfragen zu Rückrufaktionen. Das KBA hat noch nicht entschieden, ob es die Aktion überwacht. Unfälle aufgrund des Problems seien keine bekannt, sagte eine Behördensprecherin.

 

 

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