Rückruf für zahlreiche Anhänger

Wohnwägen, Pferdetransporter, Bootstrailer und diverse weitere Fahrzeuge der Hersteller Böckmann, Hobby, Humbaur, Stema und TPV könnten ein Problem mit den Trommelbremsen haben. Ihren Ursprung hat die Rückrufserie in Oberbayern.

Screenshot der Kundeninfo zur Sicherheitsaktion Überprüfung Schweißnähte auf der Homepage der Knott GmbH.
Bildmontage: Screenshot www.knott.de in Pixabay / fxxu

Ein Problem mit einer fehlerhaften Schweißnaht in der Trommelbremse führt seit Juli zu gleich lautenden Rückrufmeldungen diverser Anhängerhersteller. Sie alle wurden von der in Oberbayern beheimateten Knott GmbH beliefert, wie ein Mitarbeiter des Unternehmens auf Anfrage von „Kfz-Rueckrufe.de“ bestätigte. Der Zulieferer habe von einigen Herstellern die Vollmacht zur Abwicklung des Rückrufs, sagte der Sprecher. Dies beinhalte aber nicht die Kommunikation nach außen. Daher konnte er keine Details zu den einzelnen Aktionen nennen.

Allerdings liegen Informationen des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) vor. Demnach überprüft die Knott GmbH seit Sommer weltweit 52.000 Radbremsen vom Typ „20-2425/1“ und tauscht sie bei Bedarf aus. „Die Anzahl der in Deutschland tatsächlich in Verkehr gebrachten Teile lässt sich nicht bestimmen, da die Teile an Fahrzeughersteller gegangen sind, deren Vertrieb unabhängig erfolgt“, teilte das KBA auf Anfrage von „Kfz-Rueckrufe.de“ mit. Zahlen konnte die Behörde bislang immerhin zu vier von fünf Aktionen nennen:

  • Böckmann – Weltweit 1.527 Exemplare der Modelle Big Master, Master, Portax, Big Portax und Big Champion, davon 470 in Deutschland.
  • Hobby – Weltweit 834 Exemplare der Wohnwägen 390, 400, 455, 460, 650, 660 und 720, davon 331 in Deutschland.
  • Humbaur – Weltweit 586 Exemplare nicht näher genannter Modelle (Eingrenzung erfolgt über die Fahrgestellnummer), davon 333 in Deutschland.
  • TPV – Weltweit 333 Exemplare der Modelle EB2, EB2-AR, MB-P2, KT-EB2, EB3, EB3-AR, MB-P3, KT-EB3, TB4, MB-P4, MB2, BA1300, BA2700 und HL-EBK 3520, davon 211 in Deutschland.
  • Noch keine Informationen liegen zur Firma Stema vor, denn hier erfolgte die Rückrufmeldung erst Ende September.

Anleitung auch per Video

Die fehlerhaften Produkte wurden laut KBA im April und Mai dieses Jahres hergestellt. Laut einem Statement des Herstellers auf seiner Homepage könnten am Böckchen zur Bremseinstellung die Schweißnähte nicht optimal ausgeprägt sein. „Dies könnte bei Dauerbeanspruchung zur Folge haben, dass die Radbremse keine ausreichende Wirkung erzielt und in kritischen Fahrsituationen ein Risiko darstellt.“

Der Hersteller liefert im Internet auch eine Anleitung zur Überprüfung des eigenen Fahrzeugs – sowohl schriftlich als auch per Video. „Die meisten Schweißungen werden in Ordnung sein, aber einige sollten nachgeschweißt werden oder gegebenenfalls die Bremse bzw. die Achse getauscht werden“, heißt es darin. Zu allen genannten Aktionen liegen dem KBA keine Hinweise auf problembedingte Unfälle vor. Laut dem Knott-Sprecher hat sein Unternehmen die fehlerhaften Teile schon zu einem Großteil aus dem Verkehr gezogen. In den Ersatzteilhandel seien keine defekten Bremsen gelangt.

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2 Kommentare

  1. wer kommt für die kosten auf , denn keiner macht etwas um sonst. denn man sitz da bestimmt bei beiden seiten ca 2,5 std dran.

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