Rückrufaktion bei Harley-Davidson: Antriebsverlust droht

Bei einigen American Tourern kann es durch eine fehlerhafte Kabelführung am Hauptkabelbaum zum Kurzschluss und damit zum Ausfall der Elektrik kommen.

Model Year 2023 | Harley-Davidson Collections | CVO Road Glide und CVO Street Glide fahren über eine Brücke.
Bild: Harley-Davidson

Die Modelle Touring Street Glide (Modellcode: FLHX), CVO Street Glide (FLHXSE), Touring Road Glide (FLTRX), CVO Road Glide (FLTRXSE) und CVO Road Glide ST (FLTRXSTSE) von Harley-Davidson sind Gegenstand eines großen Rückrufs. Er wird verursacht durch den Hauptkabelbaum, konkret durch die Regler-Ausgangsleitung. Durch eine abweichende Kabelführung kann diese Leitung während des Fahrbetriebs mit der vorderen Ecke des Motorkurbelgehäuses in Kontakt kommen. In der Folge kann es zu einer Beschädigung der Isolierung und zum Öffnen der 60-Ampere-Hauptsicherung kommen.

Weltweit rund 48.000 Motorräder der Verkaufsbezeichnungen CVO Touring, Road Glide und Street Glide aus dem Produktionszeitraum vom 11. April 2023 bis 18. Juli 2024 müssen daher in die Vertragswerkstatt. Denn ohne Korrektur besteht das Risiko eines plötzlichen Verlusts von Vortrieb sowie der gesamten elektrischen Leistung während der Fahrt. Als Abhilfemaßnahme sieht Harley-Davidson eine Inspektion des Kabelbaums vor. Zusätzlich wird ein sekundäres Halteband installiert; in bestimmten Fällen erfolgt der Austausch des Kabelbaums unter Verwendung einer Kabelbaumverlängerung.

Die Reparatur dauert laut Kundenanschreiben je nach Umfang zwischen 20 und 70 Minuten. Der Hersteller-Code der Rückrufaktion lautet „0186“. Er gilt laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hierzulande für 377 Motorräder. Auf der Harley-Homepage lässt sich nach Eingabe der Fahrgestellnummer (FIN) der Status zum eigenen Fahrzeug abfragen.

Über Niko Ganzer 1990 Artikel
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