US-Behörde untersucht Continental-Rückruf

Audi und Porsche mussten schon Aktionen wegen eines undichten Kraftstoffpumpen-Flansches starten. Das Teil wurde aber auch an anderer Hersteller geliefert.

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Bild: Continental

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde (NHTSA) untersucht seit etwa vier Wochen eine Rückrufmeldung des Zulieferers Continental näher. Die Hannoveraner hatten Anfang Juli einen fehlerhaften Kraftstoffpumpen-Flansch gemeldet, der an verschiedene Autobauer und Zulieferer verkauft wurde. Zu diesem Zeitpunkt hatten mit Audi (Q5 und Q7 der Modelljahre 2013-2017) und Porsche (Macan, MJ 2015-2017) bereits zwei Hersteller einen offiziellen Rückruf wegen einem möglichen Kraftstoffaustritt gestartet. Meldungen weiterer Unternehmen blieben allerdings aus.

Zwar räumt Continental ein, dass die an die beiden Hersteller gelieferten Teile eine andere Materialspezifikation aufweisen können als die für die anderen Firmen. Zudem spiele wohl auch die Bauposition am Tank eine Rolle, weil der Flansch auf Umwelteinflüsse reagiere.

Dennoch möchte die NHTSA nun von einigen Unternehmen wissen, warum sie keinen Rückruf angesetzt haben. Konkret sind das Ford, GM, Jaguar Land Rover, McLaren, Mercedes-Benz und Volvo. Auch die Zulieferer Magna, Plastic Omnium, Kautex Textron, TI Automotive und YAPP USA Automotive Systems müssen sich rechtfertigen. Sollten sie Zweifel an der Dauerhaltbarkeit nicht ausräumen können, dann wird es noch ein deutlich größerer Rückruf als ohnehin schon. Insgesamt lieferte Continental an den VW-Konzern die stattliche Zahl von 456.000 Teilen.

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