USA: Behörde untersucht GM-Rückruf von V8-Motoren

Bei Fahrzeugen von General Motors mit 6,2-Liter-Aggregat treten laut Kundenmeldungen trotz eines Rückrufs weiterhin Motorschäden auf. Geprüft wird nun, ob die Abhilfemaßnahme ausreichend war.

Ein weißer Cadillac Escalade ESV steht im Sonnenuntergang vor einer Bergkulisse.
Bild: General Motors

General Motors steht wegen möglicher fortbestehender Motorausfälle bei Fahrzeugen mit 6,2-Liter-V8-Benzinmotor im Fokus der US-Verkehrssicherheitsbehörde. Betroffen sind rund 600.000 Fahrzeuge, die bereits Gegenstand des Rückrufs mit der internen Nummer „N252494000“ waren. Dieser wurde im vergangenen Herbst auch in Deutschland für eine nicht bekannte Stückzahl an Grauimporten gestartet.

Betroffen sind der Cadillac Escalade (ESV), Chevrolet Tahoe, Suburban und Silverado 1500, sowie der GMC Sierra 1500 und Yukon (XL) der Modelljahre 2021 bis 2024. Ursache sind Fertigungsmängel bei Kurbelwellen und Pleuel in den Motoren. Diese Mängel führen zu Lagerschäden, die Motorausfälle bis hin zum vollständigen Verlust der Antriebsleistung verursachen können. In einzelnen Fällen wurden Motorbrände dokumentiert.

Anlass der nun gestarteten „Recall Query“ (RQ) ist eine Häufung von Berichten von Fahrzeughaltern, in denen trotz durchgeführter Rückrufmaßnahme weiterhin schwere Motorschäden bis hin zum vollständigen Motorausfall beschrieben werden. Diese so genannten „Vehicle Owner Questionnaires“ weisen darauf hin, dass die ursprünglich festgelegte Abhilfe möglicherweise nicht in allen Fällen wirksam ist.

Umfang und Ausgestaltung der Abhilfemaßnahmen im Rahmen des Rückrufs von 2025 werden nun also unter die Lupe genommen, um zu entscheiden, ob weitere technische oder organisatorische Schritte erforderlich sind. Nach Angaben der Behörde sind bislang keine Unfälle, Brände, Verletzungen oder Todesfälle im Zusammenhang mit den gemeldeten Ausfällen bekannt. Dennoch wird das Risiko als sicherheitsrelevant eingestuft, da ein unerwarteter Motorausfall während der Fahrt sicherheitsrelevant sein kann.

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