BMW: Großer Diesel-Rückruf in Korea

Fast alle Modellreihen müssen in dem Land wegen Brandgefahr in die Werkstatt. Das Verkehrsministerium rät laut Medienberichten von weiteren Fahrten ab.

BMW Group Werk Dingolfing; Technologie Montage; Anbringen BMW Logo (10/2016)
Bild: BMW

BMW hat Ende Juli in Südkorea einen großen Rückruf wegen Brandgefahr bei Dieselmodellen angekündigt. Bis auf den 6er sind alle Baureihen mit Selbstzünder betroffen. Problem ist laut einer Behördeninfo die integrierte Kühlkomponente im Abgasrückführungsmodul (AGR). Dieser Kühler könnte im Laufe der Zeit ein Leck bekommen. Dadurch könnte sich austretendes Kühlmittel mit Ruß- und Ölsedimenten vermischen.

Sollte dies im Ansaugkrümmer geschehen, könnten heiße Gase entweichen, die schlimmstenfalls einen Fahrzeugbrand auslösen. Laut Medienberichten stuft das koreanische Verkehrsministerium die Gefahr so hoch ein, dass sie betroffenen Haltern den Verzicht auf eine weitere Nutzung ihres Fahrzeugs empfiehlt. Außerdem werde untersucht, ob sowohl die zuständige Behörde als auch der Hersteller schnell genug auf die Brandgefahr reagiert haben.

Der nun gestartete Rückruf umfasst in Südkorea über 106.000 Fahrzeuge aus verschiedenen Bauzeiträumen zwischen März 2011 und November 2016. Die Vertragswerkstätten ersetzen das AGR-Modul und reinigen die Leitung, die das Modul mit dem Ansaugkrümmer verbindet. Die Frage, ob die Maßnahme auf Korea beschränkt bleibt, ist von der BMW-Pressestelle noch nicht beantwortet worden. Modelle mit selektiver katalytischer Reduktion (SCR), also Abgasreinigung mittels Adblue, sind von der Aktion nicht betroffen.

Nachtrag 8.8.:

BMW hat den Rückruf inzwischen auf Europa ausgeweitet.

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