Dreifach-Rückruf bei Aston Martin

Der Vantage V8 hat Probleme einerseits mit dem Getriebeölanschluss, andererseits mit der Software. In beiden Fällen droht ein Ausfall der Automatik, in Europa bei knapp 475 Sportwagen.

Ein roter Aston Martin V8 Vantage steht auf einem Parkplatz in den USA.
Bild: Wikipedia / ilikewaffles11, CC BY 2.0

Einige Aston Martin Vantage mit Achtzylinder-Motor haben Probleme am Automatikgetriebe. Dies ist Anlass für gleich drei Rückrufe. Zweimal lautet die Diagnose des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) „Getriebeölverlust durch fehlerbehafteten Anschluss“, einmal drohen „Fehlfunktionen“ aufgrund einer fehlerhaften Getriebesoftware.

Der Hydraulikölverlust betrifft laut einem Sprecher der Marke zum einen die V8-Version (Coupé und Roadster) mit Sechsgang Sportshift, gebaut im Oktober und November 2011. Weltweit gehe es um 87 Modelle, wovon 62 in Europa registriert seien. Der zweite Rückruf dreht sich den Angaben zufolge um V8 Vantage mit Siebengang Sportshift II aus dem Produktionszeitraum Juli 2010 bis September 2013. Das sind deutlich mehr Fahrzeuge, nämlich 806 weltweit. In Europa sind davon 251 unterwegs.

Ursache ist in beiden Fällen ein fehlerhafter Anschluss der Getriebeölleitung an das Automatikgetriebe. Sie ist unzureichend vor den Bewegungen der Baugruppe geschützt und kann sich daher lösen. Folge wäre ein Getriebeausfall. Zur Abhilfemaßnahme erklärte der Sprecher sehr allgemein, dass das betroffene Bauteil geprüft und ggf. durch ein modifiziertes Bauteil ersetzt werde. Nach unseren Informationen montiert die Werkstatt eine Stützhalterung, um die Hydraulikleitung künftig in Position zu halten.

Das Softwareproblem aufgrund eines zuvor fehlerhaft durchgeführten Getriebeupdates betrifft V8 Vantage, die zwischen Juni 2010 und September 2013 das Werk verließen. „Im Rahmen eines im Jahr 2012 erfolgten Softwareupdates wurden einige der vorherigen Einstellungen nicht korrekt gelöscht, was im ungünstigsten Falle zu einer fehlerhaften Getriebefunktion führen kann“, sagte der Sprecher. Konkret kann offenbar die Automatik ohne Vorwarnung in den Neutralzustand schalten. Ein neues Update soll dies nun verhindern. Es wird in Europa bei 412 Exemplaren, weltweit bei 1.367 durchgeführt. Angaben zur Stückzahl in Deutschland machte der Sprecher keine.

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