Kleine Rückrufe für kleine BMW und Mini

Ein Fahrwerksproblem haben einige in diesem Jahr gebaute X1, 2er Gran Tourer und Mini Countryman. Ein Tausch des Fahrerairbags steht bei knapp 600 X3 an.

Ein grauer Mini Countryman steht 2017 in einem britischen Waldstück.
Bild: BMW Group

Zwei kleinere Rückrufmeldungen kommen von der BMW-Group. Erstes Problem sind die Schwenklager der Vorderachse beim BMW X1, 2er Gran Tourer und Mini Countryman. Ihnen gönnte der Zulieferer eine unzureichende Wärmebehandlung, so dass schlimmstenfalls ein Kontrollverlust über das Fahrzeug droht. „Während der Produktion einiger Schwenklager wurde beim Lieferanten eine nicht der Spezifikation entsprechende Abkühlung festgestellt. Es könnte zu einem Bruch des Schwenklagers kommen und dadurch die Radführung verloren gehen“, erläuterte ein Konzernsprecher auf Anfrage.

Weltweit sind 1.207 Fahrzeuge aus einem kurzen Bauzeitraum zwischen 24. April und 1. Mai dieses Jahres betroffen, davon 199 in Deutschland. Der Hersteller schätzt, dass die Vertragsbetriebe etwa 18 Prozent der Schwenklager tatsächlich tauschen müssen. Dann kann der Werkstattaufenthalt bis zu drei Stunden dauern, ansonsten bleibt es bei einem halbstündigen Check. Die Durchführung der Maßnahme wird in der BMW-internen Datenbank gespeichert. Der Aktionscode lautet „0031850100“ bzw. „0031860100“ bei Mini.

Aus dem Produktionszeitraum 12. Oktober 2017 bis 8. April 2018 stammen weltweit 583 BMW X3, die aufgrund eines vertraut klingenden Problems mit dem Fahrerairbag in die Werkstatt müssen. Bei Airbagauslösung droht unkontrollierte Entfaltung und ein Lösen von Metallfragmenten. Der Rückruf „0032710200“ sei aber nicht mit dem Takata-Thema zu vergleichen, betonte der Sprecher. „Es handelt sich hierbei um Chargen von Gasgeneratoren, welchen nicht den Fertigungsspezifikationen entsprachen.“

Bei allen Fahrzeugen – in Deutschland sind es 88 X3 – erfolgt bereits seit April ein Austausch des Fahrerairbags. Die Reparatur wird rund eine halbe Stunde dauern und anschließend in der BMW-Datenbank gespeichert. Zu beiden Problemen sind dem Hersteller keine Unfälle bekannt.

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