Möglicher Motorstillstand: Kawasaki ruft Ninja ZX-6R zurück

Zu fest angezogene Kurbelgehäuseschrauben können bei weltweit rund 39.000 Motorrädern den Motor blockieren.

Eine grüne Kawasaki ZX-6R steht 2025 auf einer Rennstrecke im Sonnenuntergang.
Bild: Kawasaki Motors Europe

Ein möglicher Montagefehler im Bereich des Motors hat eine Rückrufaktion für Kawasaki-Motorräder der Baureihe Ninja ZX-6R ausgelöst. Nach Angaben verschiedener Behörden könnten bei der Produktion zwischen 31. Juli 2023 und 19. Juni 2025 Schrauben am Kurbelgehäuse mit zu hohem Drehmoment angezogen worden sein.

Diese Überbeanspruchung kann zu Verspannungen in der Kurbelwellenlagerung führen. In der Folge kann das Hauptlager der Kurbelwelle erhöhten Reibkräften ausgesetzt sein. Erste Anzeichen können ungewöhnliche Motorgeräusche sein. Im weiteren Verlauf besteht die Gefahr, dass das Lager blockiert und der Motor während der Fahrt abrupt abstirbt.

Die Vertragswerkstätten überprüfen zunächst das Hauptlager der Kurbelwelle. Anschließend kontrollieren sie die Verschraubung des Kurbelgehäuses. Die betreffenden Schrauben werden gelöst und anschließend mit dem vorgeschriebenen Anzugsdrehmoment neu angezogen. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts betrifft der Rückruf weltweit rund 38.775 Motorräder, davon 1.309 in Deutschland. Der Hersteller führt die Maßnahme unter dem Aktionscode „DAM37“ durch.

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