Rückrufe für Mercedes C- und E-Klasse

Zwei Probleme an der Karosserie der Coupé- und Cabrio-Variante betreffen auch deutsche Kunden, ein mögliches Kraftstoffleck dagegen nicht.

Mercedes-Benz C-Klasse Cabriolet Avantgarde, Exterieur: graphitgrau, Interieur: Leder cranberryrot/schwarz, von oben fotografiert auf einer Passtraße im Frühjahr 2018.
Bild: Daimler

Daimler hat auf Anfrage nähere Infos zu zwei Rückrufen in Deutschland übermittelt. Der erste betrifft Coupé- und Cabrio-Varianten der C-Klasse (Baureihen C205 und A205) und E-Klasse (BR C/A238) mit 6-Zylinder Benzinmotor und Allradantrieb. Bei in diesem Jahr produzierten Fahrzeugen könnte eine Unterbodenverkleidung unterhalb des Motorraums verbaut worden sein, bei der die erforderliche linke Aussparung für die Abgasanlage fehlt, erklärte ein Konzernsprecher auf Anfrage. In der Folge könne die Verkleidung an der Abgasanlage anliegen. Laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) kann dies bei Volllastbetrieb zum Entzünden der Abdeckung führen.

Nur das C-Klasse-Cabriolet (A205, Foto) aus dem Produktionszeitraum 11. Mai 2016 bis 17. Oktober 2017 betrifft der zweite Rückruf. Ursache ist eine möglicherweise nicht den Vorgaben entsprechende Verklebung der hinteren Bordkanten-Zierstäbe. „In diesem Fall könnte sich das Aluminium-Profil des Bordkanten-Zierstabs im Fahrbetrieb vom Fahrzeug lösen“, sagte der Sprecher. In beiden Fällen prüfen die Mercedes-Partner die betroffenen Bauteile und tauschen sie ggf. aus. Bei wie vielen Autos dies geschieht, verriet Daimler nicht.

Ein weiterer Rückruf für weltweit über 54.000 E-Klasse-Fahrzeuge (BR213 und 238) mit dem Vierzylinder-Dieselmotor OM654 ist für Deutschland laut dem Sprecher nicht relevant. Nach unseren Informationen könnte der Kraftstoffschlauch bei der Montage zwischen 27. Oktober 2015 und 30. November 2017 falsch verlegt worden sein und daher durchscheuern. Kleine Dieselmengen könnten über die Unterbodenverkleidung auf die Straße gelangen. Sollte der Fehler unentdeckt bleiben, wäre im Laufe der Zeit bei Vergrößerung des Lecks auch ein Druckverlust in der Kraftstoffleitung und ein Absterben des Motors denkbar.

Da sich der Bereich des potenziellen Kraftstofflecks nicht in der Nähe von heißen Motor- oder Abgaskomponenten befindet, besteht laut Hersteller nicht die Gefahr eines Brandes. Die Vertragswerkstätten überprüfen und korrigieren die Leitungsführung und tauschen bei Beschädigung den Kraftstoffschlauch aus. Der Rückruf startet nur in einigen asiatischen Märkten, sowie in Ozeanien und Großbritannien. Eine Begründung für die regionale Einschränkung lieferte der Sprecher nicht.

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