VW: Drei Rückrufe für Tiguan-Langversion

Die Allspace-Variante des SUV hat Probleme mit dem Fahrwerk und dem Beifahrerairbag. Die betroffenen Stückzahlen sind allerdings gering.

Ein roter VW Tiguan Allspace fährt auf einer mediterranen Landstraße.
Bild: Volkswagen

Drei kleinere Rückrufmeldungen gibt es aktuell für die Langversion des VW Tiguan. Zwei betreffen das Fahrwerk, eine den Beifahrerairbag. Der könnte sich bei einem Unfall nicht wie vorgesehen entfalten. „Aufgrund eines Prozessfehlers beim Lieferanten wurden Tiguan Allspace und Atlas Modelle mit fehlerhaft gefalteten Luftsäcken im Beifahrerairbag-Modul ausgerüstet“, begründete ein VW-Sprecher die Aktion „69W9“.

Die nun in die Werkstatt einbestellten Fahrzeuge liefen zwischen 10. März und 9. Mai dieses Jahres vom Band. Weltweit seien 595 Fahrzeuge in Kundenhand gelangt, sagte der Sprecher. In Deutschland gehe es allerdings nur um 30 Exemplare. Für den Tausch des Airbagmoduls auf der Beifahrerseite ist eine Stunde angesetzt.

Größer sind die beiden Fahrwerksaktionen. Die erste wurde laut dem Sprecher durch ein falsches Schweißprogramm beim Lieferanten verursacht. „Von dem Rückruf sind in Summe ca. 19.500 Fahrzeuge des Modells Tiguan LWB aus dem Produktionszeitraum vom 15. Januar bis 9. März 2018 betroffen“, sagte er. In Europa müssen 2.280 Fahrzeuge zu den VW-Partnern, in Deutschland 460.

Um zu verhindern, dass durch die unzureichende Verschweißung das untere Befestigungsauge am hinteren Stoßdämpfer ausreißt, der Stoßdämpfer sich von der unteren Aufnahme löst und umliegende Bauteile beschädigt, tauscht die Vertragswerkstatt die hinteren Stoßdämpfer. Hierfür sind zwei Stunden angesetzt. Eine Aktionsnummer steht noch nicht fest.

Rückruf „40N4“ in zwei Etappen

Der dritte Rückruf findet seit Mitte Mai in zwei Etappen statt. Zunächst wurden weltweit 742 Fahrzeuge in die Werkstätten gerufen, Ende Juni dann weitere 2.990. Diese Aktion (Code „40N4“) betrifft in Deutschland insgesamt etwa 330 Tiguan LWB und beseitigt zwei unterschiedliche Probleme. Einmal geht es um ein mögliches Lösen der Muttern zur Fixierung des Führungsgelenks am Radlagergehäuse. Zum anderen um ein Lösen des Gelenks vom Querlenker. Beides kann zu einer Beeinträchtigung des Fahrverhaltens bis hin zum Kontrollverlust über das Fahrzeug führen.

Der Fehler mache sich u.a. durch Geräusche, sowie eine schiefstehende oder eine unpräzise Lenkung bemerkbar, sagte der Sprecher. Bei den Fahrzeugen aus dem Bauzeitraum 27. Juli 2017 bis 3. April 2018 werden die Muttern der besagten Verschraubungen gewechselt. Dafür ist jeweils eine Stunde angesetzt.

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