Rückrufe für verschiedene Nachrüstfelgen

Drei behördliche Warnhinweise hat es in den vergangenen Wochen gegeben. In mindestens zwei von drei Fällen geht es laut den Herstellern nur um sehr kleine Stückzahlen.

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Symbolbild: Pixabay / PS Studio

In den vergangenen Wochen hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mehrere Warnungen vor brüchigen Nachrüsträdern veröffentlicht. Am ausführlichsten geschah dies zum Modell BR-I-9019 der BD Breyton-Design GmbH. Demnach kann es bei 285 Rädern, die zwischen 22. Oktober und 21. November 2019 in Malaysia produziert wurden, zu einer Rissbildung kommen. Genau 173 Stück seien in Deutschland ausgeliefert worden, heißt es in dem Behördenhinweis.

Ein Unternehmenssprecher nannte auf Anfrage aber eine deutlich kleinere Stückzahl. Von den für BMW X5 und X6 vorgesehenen Winterrädern sind nach seinen Angaben nur vier Sätze an Kunden gegangen, wovon zum Zeitpunkt des Gesprächs auch drei bereits wieder zurückgenommen wurden. Die Rissbildung sei auch nicht im Feld aufgetreten, sondern bei Labortests, betonte er.

Die aktuellste Behördenmeldung stammt von Ende Juli. „Eine unzureichende strukturelle Festigkeit kann zur Bildung von strukturellen Rissen und Brüchen in den Speichen und am Felgenbett führen und den Bruch des Rades zur Folge haben“, heißt es zum Produkt „ROOKIE 10520“ der D-Cars Performance GmbH. Die auf der Internetseite des Unternehmens veröffentlichte ABE weist eine Verwendung für Fahrzeuge der Marken BMW (5er, 7er, X3, X4 und Z4) und Toyota (Supra) aus.

Zwei Räder kommen aus China

Der Rechtsanwalt des Unternehmens, Eduard Weber von der Kanzlei PROBEX, nahm hierzu wie folgt schriftlich Stellung: Die „D-Cars Performance GmbH hat den Rückruf der Alufelgen ROOKIE veranlasst und alle namentlich bekannten Käufer bereits informiert. Derzeit finden mit den betroffenen Kunden Absprachen über die Rückholmodalitäten statt. Betroffen war lediglich eine kleine Design-Serie im Produktionszeitraum 03/2020-11/2020, es sind seinerzeit letztlich nur 25 Felgen in den Verkehr gebracht (verkauft) worden. Die Felgen waren nicht für den OEM Markt vorgesehen“.

Laut Behördenmeldung stammt die Rookie-Felge aus China. Das gilt auch für die Räder des Anbieters Zhejiang Xinghui Aluminium Wheel. Hier kann die Felge mit der Verkaufsbezeichnung „XH2001“ aufgrund eines Herstellungsfehlers während der Fahrt brechen, heißt es in einem Warnhinweis von Mitte Juni. Produktionsdaten liegen hier ebenso wenig vor wie Stückzahlangaben. Die Typgenehmigungsnummer lautet „E1*124R00/01*1516*00“.

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