Abgas-Rückruf für Renault Kadjar und Captur

Bei über 11.000 Fahrzeugen muss der Speicherkat ausgetauscht und die Einspritzsteuerung neu programmiert werden, um die Stickoxid-Emissionen zu reduzieren.

Ein blauer Renault Kadjar fährt auf einem Waldweg.
Bild: Renault

Ein Fehler in der Abgasreinigung der Dieselmodelle Kadjar (Foto) und Captur hat bei Renault eine Rückrufaktion für weltweit 11.461 Fahrzeuge ausgelöst. Grund sei ein Kalibrierungsfehler der Einspritzsteuerung, sagte Martin Zimmermann, Vorstand Kommunikation bei Renault Deutschland, auf Anfrage. Dadurch werde die im Kraftstoff enthaltene Schwefelmenge fehlerhaft berechnet und die Entschwefelungsphase im Stickoxid-Speicherkat (bei Renault „NOx-Trap“ genannt) nicht mehr rechtzeitig ausgelöst.

„Aufgrund der möglichen Sättigung des NOx-Trap mit Schwefel, der die Einlagerungsstellen für die Stickoxide besetzt, kann diese Situation auf lange Sicht zu einer verringerten Wirksamkeit der NOx-Nachbehandlung führen“, so Zimmermann. Für den Austausch des Speicherkats sowie die Neuprogrammierung der Einspritzsteuerung benötigt die Vertragswerkstatt knapp sieben Stunden.

Die Aktion „0C7C“ ist in dieser Woche gestartet und betrifft alle seit Produktionsbeginn der beiden Modelle (Captur: Anfang 2013, Kadjar: Anfang 2015) bis einschließlich 2. Juli (Kadjar) bzw. 4. September 2015 (Captur) gebauten Selbstzünder. In Deutschland sind etwas über 1.000 Fahrzeuge betroffen.

Zimmermann betonte, dass die Aktion nicht im Zusammenhang mit den Testergebnissen der „Untersuchungskommission Volkswagen“ stehe. Hier war u.a. der Kadjar und auch der Dacia Sandero in die „Gruppe II“ eingestuft worden. Gemäß Wortlaut des Berichts wurden diese Fahrzeuge beim Abgastest auf der Straße mit hohen Stickoxid-Werten auffällig, „die technisch nicht ausreichend erklärbar schienen“. Renault hat eine Nachbesserung für die Modelle bereits angekündigt.

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