BPW: Rückruf für 112.000 Scheibenbremsen

Durch Korrosion könnte die pneumatische Trailerbremse schlimmstenfalls ausfallen. In Deutschland überprüft das nordrhein-westfälische Unternehmen 17.000 Exemplare vom Typ TS2 und tauscht sie bei Bedarf aus.

BPW ECO Disc TS2 von 2018
Bild: BPW Bergische Achsen KG

Weil Korrosion auslösende Feuchtigkeit laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) sowohl über einen mangelhaften Dichtring als auch über einen undichten Faltenbalg an der Bremse eintreten kann, ruft die Firma BPW Bergische Achsen seit einigen Wochen Scheibenbremsen für Nutzfahrzeugtrailer zurück. Weltweit 112.000 Exemplare vom Typ TS2 überprüft das nordrhein-westfälische Unternehmen derzeit, davon 17.000 auf dem Heimatmarkt. Details zum Ablauf des Rückrufs und der Abhilfemaßnahme hat das Unternehmen auf seiner Homepage hinterlegt.

Bei den zwischen 2019 und 2022 hergestellten Produkten wiegt offenbar die erstgenannte Undichtigkeit schwerer. Dadurch kann dem KBA zufolge die Bremsleistung „im Extremfall komplett entfallen“. Schuld sei ein möglicher Ausfall der Nachstelleinrichtung an der pneumatischen Trailerbremse. Der undichte Faltenbalg sorgt dagegen nur für eine „Verschlechterung der Bremsleistung“. Betroffene Kunden würden von den Fahrzeugherstellern und von BPW über die Maßnahme informiert, erklärte ein Unternehmenssprecher auf Nachfrage.

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