Gefahr durch fehlerhafte Gasventile

Überdruckventile der Marke BRC könnten aufgrund von Korrosion nicht ausreichend funktionieren. Bei einem Fahrzeugbrand kann der CNG-Tank bersten.

BRC Überdruckventil für Erdgastank mit PRD galvanisiert (links) bzw. PRD aus Edelstahl (rechts)
Bild: GasDrive Technologies GmbH

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) warnt seit Anfang vergangener Woche vor Sicherheits- bzw. Überdruckventilen (sog. PRD-Druckentlastungsvorrichtungen) der Marke BRC. Sie seien nicht nur bei Werksumbauten einiger Erdgas-Modelle von Ford und VW (T5-Modelle der Baujahre 2005 bis 2015, umgerüstet durch die Firma IAV) zum Einsatz gekommen. Sie „wurden ab 2005 als Einzelteile verkauft und bei nachträglichen Erdgas-Fahrzeugumbauten verwendet“, hieß es Ende Mai in einer Behördenmitteilung.

Nach derzeitigem Sachstand betreffe diese Warnung nur solche Ventile, die den Witterungseinflüssen ausgesetzt seien, also i.d.R. bei CNG-Unterflurtanks. Sie könnten aufgrund von Korrosion möglicherweise nicht ausreichend funktionieren. „Dies kann im Falle eines Fahrzeugbrandes zum Bersten des Gastanks führen“, so das KBA

Die betroffenen BRC-Multiventile VBS1 sind an der eingeprägten Kennzeichnung „M.T.M. VBS1 E13 110R000042“ zu erkennen. Allerdings gilt dies nicht für alle Ventile, denn einige verfügen bereits über das entsprechende PRD aus Edelstahl (Bild oben, rechts), das nun bei den gefährlichen Ventilen mit galvanisiertem PRD (Bild o.l.) nachgerüstet werden muss. Die Überprüfung des Ventils soll laut KBA im Einbaubetrieb der nachgerüsteten Gasanlage erfolgen. Fragen beantwortet aber auch die Gasdrive Technologies GmbH (www.brc.de).

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