Hyundai und Kia: Mehrere Auslands-Rückrufe

In China benötigen über 400.000 Tucson ein Update der Motorsteuerung, in den USA und Kanada müssen 40.000 Hybridfahrzeuge und 17.500 Stinger an die Box.

Ein roter Kia Stinger steht quer zur Fahrbahn.
Bild: Kia

Gleich mehrere größere Rückrufe aus dem Ausland gibt es aus dem Hause Hyundai/Kia zu vermelden. Die größte Aktion stammt aus China, wo die Koreaner über 400.000 Hyundai Tucson in die Werkstatt holen. Sie erhalten dort ein Softwareupdate für die Motorsteuerung, weil die Aggregate bei niedrigen Temperaturen von minus 10 Grad Celsius oder darunter den eingespritzten Kraftstoff nicht sauber verbrennen.

Nichtverbrannter Kraftstoff könne in das Kurbelgehäuse sickern und sich mit dem Motoröl vermischen, heißt es in einem Schreiben des Herstellers. Folgen seien eine schlechte Motorleistung und Fehlzündungen. Der Konzern stuft das Problem als nicht sicherheitsrelevant ein. Im Reich der Mitte müssen aber auch Aktionen wie diese unter Einbindung der Behörden abgewickelt werden.

Die anderen beiden Rückrufmeldungen kommen aus Nordamerika. Bei ca. 17.500 Kia Stinger (Foto) des Modelljahres 2018 könnte der vordere Kabelbaum mit einem scharfen Metallteil an der linken inneren Kotflügelverkleidung in Kontakt kommen. Beschädigungen könnten zu einem Kurzschluss führen, der schlimmstenfalls einen Fahrzeugbrand zur Folge hat. Die Vertragswerkstätten installieren eine Abdeckung an der problematischen Stelle des Kotflügels und prüfen den vorderen Kabelbaum auf Beschädigungen. Bei Bedarf erfolgt ein Tausch des Kabelbaums.

Rückruf Nummer drei für Hybrid-Baureihe

Auch für die Hybrid-Geschwister Hyundai Ioniq und Kia Niro steht in Nordamerika eine neue Aktion an. Problemzone ist die Leistungsrelaisbaugruppe (Power Relay Assembly – PRA), die vor der Batteriebaugruppe verbaut ist und den Stromkreis zwischen Hochvoltbatterie und der Electronic Power Control Unit (EPCU) steuert. Das Hauptrelais in der PRA weist möglicherweise unzureichende Verbindungen zwischen seinen Kontakten auf, wodurch sich der elektrische Widerstand erhöht und aufgrund von Hitzeentwicklung die Gefahr eines Fahrzeugbrandes steigt.

Die Werkstatt prüft die PRA auf Schäden und ersetzt sie bei Bedarf. Das Hauptrelais wird in jedem Fall ausgetauscht. In Nordamerika müssen aufgrund dieses Problems insgesamt knapp 40.000 Halter der beiden Hybridfahrzeuge aus den Modelljahren 2017 und 2018 an die Box. Es ist bereits der dritte Rückruf für die Hybrid-Baureihe von Hyundai. Zuvor gab es schon Probleme mit der EPCU und der hydraulischen Kupplungsbetätigung. Diese beiden Aktionen fanden auch in Deutschland statt. Zur Durchführung der neuen Rückrufe in Europa konnten die deutschen Pressestellen von Hyundai und Kia noch keine Angaben machen.

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