Mercedes Sprinter: Softwareupdate für ESP

Bei rund 1.000 zwischen Dezember 2017 und April 2018 gebauten Transportern könnte die Multikollisionsbremse nicht vorhanden sein.

Cockpit eines Mercedes Sprinter kurz vor dem Aufprall auf ein anderers Fahrzeug. Unfall von 2013.
Bild: Daimler

Die Nutzfahrzeug-Division von Daimler ruft derzeit in Deutschland 921 Exemplare des Mercedes-Sprinter zurück. Bei den Transportern hat der Hersteller das ESP-Steuergerät zwischen 4. Dezember 2017 und 20. April 2018 falsch kodiert und so Fahrzeuge in den Verkehr gebracht, die nicht über die beworbene serienmäßige Multikollisionsbremse verfügen. Dies erklärte ein Sprecher des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) auf Anfrage.

Die Multikollisionsbremse ist ein Notbremssystem, das nach einem Erstaufprall weitere Zusammenstöße mit Gegenständen oder anderen Fahrzeugen verhindern soll. Laut ADAC kommt es bei 25 Prozent der Unfälle nach einem ersten Zusammenstoß zu mindestens einer weiteren Kollision des oder der Unfallautos.

Dieses Risiko minimiert das Softwareupdate für die ESP-Steuerung bei den betroffenen Fahrzeugen. Weltweit steht es laut KBA für 2.691 Fahrzeuge an.

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