NHTSA schaut sich Nissan Murano genauer an

Seit einem Jahr ist die Frage strittig, wie riskant ein möglicher Ausfall des ABS-Systems ist. Die US-Behörde ist hier offenbar anderer Meinung als der Hersteller.

Ein kupferfarbender Nissan Murano steht vor einer Bergsilhouette.
Bild: Nissan

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde (NHTSA) hat eine seit einem Jahr laufende Untersuchung wegen vermeintlicher Bremsprobleme beim Nissan Murano des Modelljahres 2009 ausgeweitet. Die Behörde möchte weiter der Frage nachgehen, ob ein Ausfall einer Hydrauliksteuereinheit eine zu große Sicherheitsgefahr darstellt. Ohne diese elektromechanische Komponente des Bremssystems sei die ABS-Funktion beeinträchtigt.

Nissan beharrt laut einer NHTSA-Mitteilung darauf, dass kein Rückruf nötig ist. Angesichts der niedrigen Fehlerhäufigkeit, des Fahrzeugalters und der nach wie vor möglichen Vollbremsung, bestehe kein unangemessenes Risiko. Eine Analyse der schadhaften Teile hat laut Behörde jedoch weiteren Klärungsbedarf ergeben. Eine Zinkbeschichtung an den Ventilen der Hydrauliksteuereinheit könne mit bestimmten Bremsflüssigkeitsbestandteilen reagieren. „Die Reaktion führt zur Bildung eines gelartigen Materials, das mit der Zeit aushärten kann und verhindert, dass sich das Ventil nach dem Öffnen bei einem ABS-Eingriff schließt“, so die NHTSA.

Da Nissan diesen Fehler im Laufe der Produktion offenbar abgestellt hat, will die NHTSA nun wissen, ob dies nicht nachträglich auch bei den älteren Modellen geschehen müsste. Zusätzlich soll das behördeneigene Testzentrum klären, ob das Problem auch bei anderen Nissan-Modellen auftreten könnte.

Kostenloser Newsletter

Sie wollen jeden Freitag eine Zusammenfassung der wichtigsten Rückruf-Ereignisse der Woche bequem und gratis in Ihr Postfach? Zur Newsletter-Anmeldung

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*