Peugeot, DS und Citroën: Verschiedene Rückrufe für Stromer und Verbrenner

Probleme mit dem Ladekabel und/oder der Ladesteckdose führen in Summe über 63.000 Einheiten in die Vertragsbetriebe. 43.300 Dieselmodellen droht ein Motoraussetzer. Und eine Aktion wegen potenziellem Kraftstoffaustritt umfasst vor allem den Opel Mokka.

Ein grün-grauer Citroen C5X fährt 2023 durch Frankfurt.
Bild: Stellantis

In den vergangenen Wochen haben mehrere Rückrufe für die französischen Marken innerhalb des Stellantis-Konzerns begonnen. Der größte ist weltweit für über 59.000 Plugin-Hybrid-Modelle (PHEV) von Peugeot, DS und Citroën vorgesehen, davon 7.216 in Deutschland. „Bei den betroffenen Fahrzeugen entspricht das Piktogramm der Ladesteckdose nicht den Spezifikationen. In einigen Fällen ist das Piktogramm unleserlich oder fehlt, was nicht den gesetzlichen Vorschriften entspricht“, erklärte eine Konzernsprecherin auf Anfrage.

Die Vertragswerkstatt überprüft das Ladeanschlussgehäuse und bringt bei Bedarf ein Etikett an, um das Risiko einer Nichtübereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften auszuschließen. Anschließend macht sie die Erledigung des Rückrufs mittels der Codes „ME2“ (Peugeot 308, 408, 508 und 3008) bzw. „JRH“ (abgebildeter Citroën C5X und C5 Aircross; DS4 und DS7) sichtbar. Die Fahrzeuge liefen im vergangenen und in diesem Jahr vom Band.

Ebenfalls in ein paar Minuten erledigt ist der zweite Rückruf für 14.500 PHEV-Varianten der drei Fabrikate. Die Mitarbeiter der Vertragsbetriebe überprüfen das Ladekabel und tauschen es wenn nötig aus. Denn eine „fehlerhafte Kalibrierung des Temperatursensors am Ladekabel kann zu Überhitzung und Brand führen“, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mitteilt. Hierzulande schließen die drei Aktionskürzel „JUQ“, „JVD“ und „MGY“ 464 Teilzeit-Stromer ein. Deren Produktion fand zwischen Februar und Mai dieses Jahres statt.

Dieselaggregat kann ausgehen

Der nächste Rückruf steht für Modelle mit 1,5-Liter-Dieselaggregat und Automatikgetriebe an. Knapp 43.300 Exemplare des Citroën C5 Aircross und Peugeot 508 benötigen eine Aktualisierung der Motormanagement-Software. Ansonsten droht während Fahrten bei niedrigen Temperaturen in höheren Lagen ein Absterben des Motors. „Schlimmstenfalls kann dies zu einem Verlust der Bremskraftverstärkung führen“, warnt das KBA. Die Aktionscodes „JHH“ und „MAS“ inkludieren hierzulande etwas über 1.000 Autos aus dem Bauzeitraum 31.1.2018 bis 16.6.2020.

Die letzte hier beschrieben Aktion dreht sich zwar auch um eine Handvoll DS3 Crossback (Aktionscode „JSN“ für den Bauzeitraum 23. September 2022 bis 22. März 2023), doch der eigentliche Hauptdarsteller ist der zwischen Mai 2022 und März 2023 produzierte Opel Mokka. „Unsere konstanten internen Qualitätskontrollen haben ergeben, dass es in Deutschland bei 1.119 Fahrzeugen möglicherweise zu einem Kraftstoffaustritt kommen könnte“, begründete eine Markensprecherin die Maßnahme „KG2“. Die Überprüfung und ggf. der Tausch der undichten Kraftstoffleitung dauere bis zu 45 Minuten.

Nachtrag 2.8.:

Das Problem mit dem Temperatursensor am Ladekabel wird nun auch für rein elektrische Modelle (BEV) gemeldet, nämlich für den Citroën Jumpy und den Toyota Proace (City). Der Aktionscode für die japanische Variante lautet „CI23-018“ und ist für 108 Transporter in Deutschland und weitere 1.600 im Ausland relevant. Der betroffene Produktiosnzeitraum lautet 16.2. bis 5.5.2023 (EG-Typgenehmigungsnummern: „e2*2007/46*0537*“, „e2*2007/46*0538*“ und „e2*2007/46*0685*“).

Der konkrete Bauzeitraum zur Citroën-Aktion „JUQ“ für Jumpy und C5 Aircross lautet 20.2. bis 5.5.2023 (EG-Typgenehmigungsnummern: „e2*2007/46*0531*22“ und „e2*2007/46*0642*19-*20“). Durch Eingabe der FIN-Nummer lässt sich im Internet prüfen, ob das Auto betroffen ist.

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