Drei Rückrufe für den Mercedes Sprinter

Der mögliche Austritt von Lenk- und Bremsflüssigkeit löst je eine Aktion für die Baureihen 910 und 906/907 aus. Die dritte Aktion ist für den eSprinter vorgesehen.

Schriftzug auf einem Mercedes-Benz Sprinter (Baureihe 907) – 319 CDI 4x4, 140kW (190 PS), Jupiterrot, Kastenwagen, aufgenomen 2018.
Bild: Daimler AG

Der erste von drei neuen Rückrufen für den Mercedes Sprinter ist auf die Elektrovariante beschränkt.  Die Befestigungsschrauben am Rahmen der zusätzlich verbauten Hochvolt-Batterie könnten sich mit der Zeit lösen, erklärte eine Sprecherin der Konzernsparte auf Anfrage. Dadurch sei die sichere Befestigung des Batteriemoduls nicht mehr dauerhaft gewährleistet. Die weltweit 1.113 betroffenen eSprinter stammen aus dem Bauzeitraum November 2019 bis September 2020. Hierzulande müssen gut 500 Exemplare für ca. viereinhalb Stunden zur Reparatur. Der Vertragsbetrieb korrigiert die Modulverschraubung entsprechend der Spezifikation. Die Aktion trägt den internen Code “V3ESCRABAT” bzw. “4794051”.

Mit den Kürzeln “VS3BRELAU” bzw. “4296094” versehen wurde der zweite Rückruf für die Baureihe 910 aus dem Produktionszeitraum Januar 2018 bis Februar 2019. Weltweit knapp 15.700 Transporter benötigen neue Bremsschläuche an der Vorderachse. Sie könnten an der Radhausinnenverkleidung anliegen, scheuern und dadurch einen Austritt von Bremsflüssigkeit ermöglichen. “Sofern ein Fahrer die aufleuchtende Warnlampe zum Bremsflüssigkeitsstand im Kombiinstrument nicht beachtet, könnte sich der Bremsweg des Fahrzeuges verlängern”, erläuterte die Sprecherin die mögliche Gefahr.  In Deutschland stehen etwas über 4.400 Einheiten für 90 Minuten in der Vertragswerkstatt.

Um die Baureihen 906 und 907 geht es beim dritten Sprinter-Rückruf, zu dem keine Angaben zur Stückzahl vorliegen. Die Aktion “NV3LETULPX” macht ein möglicher Verlust von Lenkflüssigkeit und damit der Lenkkraftunterstützung nötig. “Als vorsorgliche Maßnahme ist vorgesehen, die Verbindungen der Rücklaufleitung der hydraulischen Lenkunterstützung zu prüfen und, sofern erforderlich, eine Schraubschelle an der Verbindungsstelle zu installieren”, kündigte die Sprecherin an. Die Fahrzeuge aus dem Produktionszeitraum Januar 2017 bis März 2021 stehen für etwa eine Stunde in der Werkstatt.

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