Fiat: Zwei Rückrufe für den Ducato

Bei 8.000 Transportern droht ein Kurzschluss und Fahrzeugbrand. Das andere Problem ist ein schwergängiges Bremspedal. Nur ein kleiner Teil der frisch produzierten Fahrzeuge ist aber tatsächlich an Kunden ausgeliefert worden.

Ein weißer Fiat Professional Ducato (MY 2020) wird im Sommer 2019 beladen.
Bild: FCA

Ein Sprecher der FCA Germany AG hat auf Anfrage zwei Rückrufe für den Fiat Ducato bestätigt. Der erste trägt das Kürzel „6274“ und startete kurz vor Weihnachten. Er ist offiziell für 6.351 Exemplare geplant, davon 2.786 in Deutschland. Da es sich aber um frisch produzierte Fahrzeuge aus dem Produktionszeitraum 24. Oktober bis einschließlich 5. Dezember des abgelaufenen Jahres handelt, seien in Deutschland nur 31 betroffene Ducato-Modelle tatsächlich an Kunden ausgeliefert worden, so der Unternehmenssprecher.

Fehlermeldung ist ein schwergängiges Bremspedal und ein dadurch möglicherweise verlängerter Bremsweg. Hierfür ist eine nicht korrekt funktionierende Unterdruckpumpe verantwortlich. Die Werkstatt überprüft das Fertigungsdatum des Bauteils. Bei Bedarf tauscht sie die Pumpe aus. Hierfür benötigt sie bis zu fünf Stunden.

Die größere der beiden Aktionen ist den Angaben zufolge für weltweit über 8.000 Exemplare vorgesehen. Davon hat der Importeur hierzulande 5.383 Fahrzeuge in Verkehr gebracht. Der Aufenthalt im Vertragsbetrieb dauert je nach Arbeitsumfang zwischen 30 und 90 Minuten. Die Mitarbeiter prüfen bei den zwischen September 2018 und November 2019 gebauten Transportern die Verlegung des Pluskabels der Lichtmaschine, korrigieren sie bei Bedarf oder tauschen ein beschädigtes Kabel gleich ganz aus.

Problem ist ein möglicher Kontakt des Kabels mit der Achswelle, „was zu einem Kurzschluss oder Fahrzeugbrand führen könnte“, wie der Sprecher erklärte. Der interne Aktionscode hierfür lautet „6268“. Zu den PSA-Schwestermodellen Jumper und Boxer liegen in beiden Fällen bislang keine vergleichbaren Behördenmeldungen vor.

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