Luxus schützt vor Rückruf nicht

Bentley, Ferrari, Lamborghini und McLaren sind die Protagonisten mehrerer Aktionen, von denen mindestens zwei auch den europäischen Markt betreffen.

Ein silberner Ferrari Portofino M steht 2020 auf einem Hafenkai in Portofino, Italien.
Bild: Ferrari / Lulop.com

Gleich vier Hersteller von Luxussportwagen sind in den vergangenen Wochen in den Behördenverlautbarungen aufgetaucht: Bentley, Ferrari, Lamborghini und McLaren. Der von der US-Verkehrssicherheitsbehörde (NHTSA) gemeldete Rückruf mit dem Hersteller-Code “RE21/26” ist laut einem Bentley-Sprecher auch für den europäischen Markt relevant. Den Bauzeitraum der betroffenen Continental GT grenzte er auf Februar 2018 bis Juni 2021 ein.

Aufgrund eines Softwarefehlers besteht die aus Sicht des Sprechers geringe Gefahr, dass sich die elektrisch verstellbaren Vordersitze automatisch nach hinten bewegen. Dadurch könnten die Beine von Passagieren auf den Rücksitzen der Coupés und Cabrios eingeklemmt werden. Ein knapp einstündiges Update des für die Sitzverstellung zuständigen Steuergeräts soll Abhilfe schaffen. Stückzahlen nannte der Sprecher nicht. In Nordamerika geht es um etwas über 3.800 Einheiten.

Weltweit etwa 1.150 Ferrari Portofino (inkl. dem abgebildeten M) und 812 GTS und Superfast betrifft ein Problem mit dem Start-Stopp-System des Motors. Ist dies nach dem Motorstart deaktiviert, entspricht das Fahrzeug nicht den Typgenehmigungsvorschriften. Auch die Aktion “RC76” sieht ein Softwareupdate vor und zwar für Boliden aus dem Bauzeitraum September 2017 bis Mai 2021.

Zwei US-Rückrufe noch nicht in Europa gelistet

Noch keinen Widerhall in europäischen Datenbanken haben bislang zwei US-Rückrufe der Marken Lamborghini und McLaren gefunden. Die automatische Aufrollvorrichtung des mittleren Sicherheitsgurts auf der Rückbank des Urus entspricht laut NHTSA nicht den Vorgaben, wodurch ein Kindersitz nicht ordnungsgemäß befestigt werden kann. Die Feststellung gilt in den USA für 224 italienische SUV des Modelljahres 2021. Eine Kontrolle und ggf. ein Tausch der Gurte soll Abhilfe schaffen.

Ganze 19 McLaren 570S, 600LT, 720S und GT in den Vereinigten Staaten umfasst ein Rückruf, bei dem die Vertragsbetriebe eine Hohlschraube der Bremsanlage prüfen und bei Bedarf ersetzen. Bei dem Bauteil fehlen unter Umständen die Löcher, die die Bremsflüssigkeit zum Bremssattel leiten. Beim Verzögern könne das Fahrzeug daher nach links oder rechts ziehen, was aber laut Hersteller durch das ESP abgemildert wird. Der Rückruf ist für Sportwagen aus dem Bauzeitraum Juli bis Dezember 2019 vorgesehen.

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