Nordamerika: VW tauscht Takata-Airbags

In den USA und Kanada kann nun an über 60.000 Passat, Golf, Eos und CC der Gasgenerator auf der Fahrerseite ersetzt werden. Die Aktion ist laut einem VW-Sprecher nicht in Europa vorgesehen.

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Bild: Pixabay / atimedia, CC0 Creative Commons

VW hat in den USA und Kanada einen neuen Rückruf für Modellreihen mit einem Fahrerairbag von Takata gestartet. Für über 60.000 CC (Modelljahr 2009 bis 2014), Golf (2010-2014), Eos (2010-2011) und Passat (2007-2010) lautet der Rückrufcode nun „69Q9“. Er ersetzt den vor über zwei Jahren angekündigten Rückruf „69M9“, der sich aufgrund fehlender Ersatzteile verzögerte.

Bekanntlich konnte der japanische Zulieferer aufgrund des Umfangs der Rückrufe bei zahlreichen Autobauern die notwendigen Gasgeneratoren nicht liefern. Nun sind Austauschteile verfügbar, deren Zündgemisch nicht auf Ammoniumnitrat basiert. Damit soll sichergestellt sein, dass der Metallmantel bei Auslösung des Airbags nicht mehr bersten kann und Teile Fahrzeuginsassen verletzen können. Bislang sind laut jüngster Statistik der US-Verkehrssicherheitsbehörde (NHTSA) etwa 40 Prozent aller betroffenen Fahrzeuge im VW-Konzern (inkl. Audi) umgerüstet.

Die Aktion ist laut einem VW-Sprecher nicht in Europa vorgesehen. In der KBA-Datenbank findet sich trotzdem eine ähnliche Fehelermeldung zum Golf. Demnach könnten durch eine fehlerhafte Verschweißung am Gasgenerator Metallpartikel die Insassen verletzen. Laut dem Sprecher geht es bei der Aktion „69U6“ in Deutschland um nicht einmal 100 Fahrzeuge aus dem Baujahr 2014.

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