Subaru ruft in Deutschland 15.000 Fahrzeuge zurück

Beide Aktionen betreffen die Modelle Legacy und Outback. Eine der beiden Maßnahmen schließt außerdem den Impreza mit ein. Weltweit sind 850.000 Fahrzeuge betroffen.

Ein Subaru Legacy Kombi, Modelljahr 2013, in Metallic-Weiß fährt auf einer Landstraße
Bild: Subaru Deutschland

Zwei Subaru-Rückrufe betreffen laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hierzulande 4.662 bzw. 10.359 Fahrzeuge. Deutlich größer ist der globale Umfang, der sich insgesamt auf 850.000 Einheiten summiert. Allerdings kündigte der japanische Hersteller die beiden Maßnahmen auf anderen Märkten schon deutlich früher an. Ein Teil der Autos dürfte also schon abgearbeitet sein. Sorgenkinder sind bzw. waren zum einen die elektronische Parkbremse (EPB) zum anderen die Kraftstoffpumpe.

Im Legacy und Outback könnten Bauteile der EPB Risse bekommen, wodurch der Fahrer die Bremse unter Umständen nicht lösen oder aktivieren könnte. „Bei niedriger Geschwindigkeit unter 20 km/h könnte das Fahrzeug zudem kurzzeitig unbeabsichtigt abgebremst werden, wobei die Bremse in diesem Fall sofort wieder gelöst würde“, ergänzte eine Sprecherin der Subaru Deutschland GmbH auf Anfrage das Fehlerbild. Die Vertragswerkstatt müsse daher den Stellmotor der EPB durch ein modifiziertes Bauteil ersetzen, sagte sie. Hierfür sind etwa zwei Stunden eingeplant. Die Aktionsnummer in Deutschland lautet „201902“ für Fahrzeuge der Modelljahre 2010 bis 2012 sowie „201903“ für Fahrzeuge der Modelljahre 2013 und 2014.

Der Rückruf „201908“ dreht sich um die Modelle Legacy 2.0i und 2.5i, Outback 2.5i (alle Modelljahre 2004 bis 2009), sowie Impreza 1.5R und 2.0R (2008 bis 2010). Hier liegt möglicherweise ein unzureichender elektrischer Kontakt an der Steckverbindung der Kraftstoffpumpe vor. Dies könne zu einer Störung der Kraftstoffversorgung führen, erklärte die Sprecherin. Folgen seien ein schwer bzw. gar nicht zu startender Motor. „Im schlimmsten Fall könnte der Motor während der Fahrt wegen Kraftstoffmangel ausgehen und sich nicht wieder starten lassen.“

Neben der Prüfung der Steckkontakte führt die Werkstatt außerdem noch mehr oder weniger umfangreiche Reparaturen an der Kraftstoffpumpeneinheit durch. Die Arbeiten seien in der Regel in einer Stunde erledigt, so die Sprecherin. „Modifizierte Fahrzeuge werden nicht markiert. Es lässt sich über eine Anfrage bei jedem Subaru-Partner oder bei Subaru Deutschland feststellen, ob die Aktion bei einem Fahrzeug bereits erledigt wurde“, hieß es abschließend. Das KBA überwacht nach eigenen Angaben nur die Aktion für die Parkbremse. Hierzu ist auch eine Hotline für Kundenfragen angegeben: 0800/8801144.

 

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