Tesla: Nicht nur Parkbremsen-Rückruf

Die Kalifornier legen nicht nur Hand an die elektrische Parkbremse, sondern tauschen auch den Beifahrerairbag von Takata beim Model S.

Auf der Autobahn unterstützt das teilautomatisierte Fahren den Lenker / Ein Assistent ist kein Pilot / ADAC überprüft "Autopiloten" des Tesla Model S / Autofahrer muss während der gesamten Fahrt in der Verantwortung bleiben.
Bild: obs/ADAC/Uwe Rattay

Der Elektroautobauer Tesla hat am Donnerstagabend einen Rückruf wegen nicht korrekt funktionierender Parkbremsen bei den Baureihen Model S und Model X angekündigt. Weltweit sollen schon bald 53.000 Fahrzeuge in die Werkstätten geholt werden. Doch das ist derzeit nicht der einzige Rückruf den die Kalifornier vor der Brust haben.

Seit Frühjahr läuft eine Rückrufaktion für das Model S, die – nimmt man den betroffenen Bauzeitraum als Maßstab – sogar noch größer sein dürfte als die heute vermeldete. Schon länger war bekannt, dass auch Tesla von dem Airbag-Debakel des japanischen Zulieferers Takata betroffen ist und weltweit bei allen Model S des Jahrgangs 2012 Gasgeneratoren ausgetauscht werden müssen. Geschehen ist dies bislang laut US-Verkehrssicherheitsbehörde (NHTSA) erst bei 140 Fahrzeugen (Stand: Ende März 2017).

Trotzdem scheint die Aktion (vorsorglich?) auf alle weiteren Modelljahre bis einschließlich 2016 ausgedehnt worden zu sein. Diesen Eindruck erweckt zumindest ein Warnhinweis des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA). Die deutsche Tesla-Pressestelle war bis Redaktionsschluss für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Die Zulassungstatistiken des KBA weisen für Deutschland einen Bestand von ca. 3.800 Model S aus, bei denen dieser Austausch potenziell durchgeführt werden könnte.

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