Mazda-Rückruf: Ein bis zwei Probleme beim CX-60

Nach Betätigung des Startknopfs könnte das Kombiinstrument bei knapp 25.000 Exemplaren in Europa dunkel bleiben. Etwa 3.100 SUV mit Dieselmotor, erhalten noch ein zusätzliches Softwareupdate wegen einem weiteren möglichen Mangel.

Mazda CX-60, Homura, Soul Red Crystal, Barcelona, 2023, innen.
Bild: Mazda Motors Deutschland

Eine „Aktualisierung der Steuersoftware des Kombiinstruments auf den Stand der laufenden Produktion“, kündigt die Deutschlandzentrale von Mazda einigen Haltern eines CX-60 an. Ursache für den Rückruf ist ein möglicher Ausfall des Displays im Kombiinstrument, wenn das Fahrzeug durch Drücken des Start/Stopp-Schalters eingeschaltet bzw. gestartet wird. Wichtige Fahrzeuginformationen wie Tachometer, Kraftstoffanzeige oder Warnmeldungen stünden den Insassen in einem solchen Fall nicht zur Verfügung. Lediglich die Fahrzeuggeschwindigkeit werde dem Fahrer auf dem Head-up-Display angezeigt, hieß es.

Die Aktion läuft je nach Antriebsart unter zwei unterschiedlichen Herstellerkennungen: „AP013A“ für Plugin-Hybrid-Modelle (PHEV) und „AP014A“ für Dieselmodelle. Der Grund dafür ist, dass bei den Selbstzündern noch ein zweiter Fehler auftreten kann. Der über das Start/Stopp-System abgeschaltete Verbrennungsmotor könne trotz Betätigung des Gaspedals unter Umständen bei Verzögerung oder im Stand nicht automatisch starten. In diesem Fall ermögliche nur das Drücken des Start/Stopp-Schalters eine Weiterfahrt. Europaweit 3.163 Einheiten, davon 850 bei uns, erhalten daher zusätzlich ein Softwareupdate für den DC-AC-Wechselrichter.

Insgesamt müssen die Vertragsbetriebe in Europa 25.000 SUV aktualisieren, davon 7.657 in Deutschland. Mazda nennt in diesem Zusammenhang nicht betroffene Produktions-, sondern Erstzulassungszeiträume der Fahrzeuge. Die PHEV-Varianten wurden hierzulande zwischen 15.3.2022 und 21.1.2023 neu angemeldet, die Dieselversionen zwischen 28.9.2022 und 1.2.2023. Trotz unterschiedlicher Datenumfänge dauert das Softwareupdate den Angaben zufolge immer um die 20 Minuten. Die Benachrichtigung der Kunden soll Mitte Mai erfolgen.

Bis zum Werkstattbesuch zeige das interne Mazda-System diese Aktion als „offen“ an, erläutert Mazda Deutschland in seinem Statement. Habe der Partner die Aktion durchgeführt und abgerechnet verschwinde diese Kennzeichnung aus dem System. Eine physische Markierung überprüfter Fahrzeuge (z.B. mit einem Aufkleber) sei nicht vorgesehen.

Nachtrag 22.6.:

Zu den beiden Rückrufcodes gesellen sich ggf. weitere hinzu: „Es kann vorkommen, dass Ihr Fahrzeug noch von weiteren Maßnahmen betroffen ist. ‚AP015A: 12V-Fahrzeugbatterie entlädt sich‘ und/oder ‚AP020A: Kraftstoffstand wird falsch angezeigt‘. Diese werden bei Bedarf ebenfalls durchgeführt“, heißt es im Kundenanschreiben zum Rückruf „AP013A“. Es werden also eventuell zusätzlich das Steuermodul BCM (Karosserie-Steuermodul) und ESU (Stromversorgungseinheit) auf den Stand der laufenden Produktion aktualisiert, sowie die Verlegung der Leitung im Kraftstofftank geprüft und ggf. korrigiert.

In der Info zur Aktion „AP014A“ wird außerdem noch die Maßnahme „AP016A“ angekündigt. Fehlermeldung hier: „12V-Fahrzeugbatterie entlädt sich und Fehldiagnose im Stromkreis der Überwachung der Kühlung“. Es werden bei Bedarf ebenfalls die Steuermodule BCM und ESU, sowie B-ECM (Lithium-Ionen-Batterie-Steuermodul) aktualisiert.

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