Probleme mit dem Sitz: Mehrere kleine Rückrufe im VW-Konzern

Es liegen Warnhinweise zum VW Passat und Tiguan, dem Skoda Karoq und Kodiaq, sowie dem Seat Ateca und Tarraco vor. Es geht um die hintere rechte Kopfstütze, das vordere linke Sitzgestell und den Einzelsitz in der zweiten Sitzreihe.

Ein grüner Seat Tarraco steht 2019 vor einer Villa.
Bild: SEAT S.A.

Vertraut klingt ein Problem mit der rechten hinteren Kopfstützenführungshülse bei VW. Sie wurde im Februar und März dieses Jahres möglicherweise falsch mit der Rahmenstruktur des Rücksitzes im Passat Kombi verschweißt. Bei einem Unfall kann dadurch ein erhöhtes Verletzungsrisiko für die Fahrzeuginsassen bestehen, wie aus einem behördlichen Warnhinweis hervorgeht. Weltweit müssen die Vertragswerkstätten wie schon Ende 2018 bei anderen Konzernmodellen bei über 3.400 Fahrzeugen im Rahmen des Rückrufs „72J7“ die Schweißverbindung überprüfen und bei unzureichender Schweißung den Rücksitzrahmen austauschen. Zum deutschen Markt gibt es noch keine Details.

Erneut gibt es zudem Probleme mit dem Gestühl in verschiedenen weiteren Modellen des VW-Konzerns. Ging es bei bisherigen Rückrufen meist um die Kopfstützen drehen sich die neuen Aktionen um das Sitzgestell. „Es kann zu einem Fehler im Herstellungsprozess des Fahrersitzes gekommen sein. Dies kann einen Riss am Rahmen des linken vorderen Sitzgestells zur Folge haben“, erklärte ein Sprecher der Skoda Auto Deutschland GmbH auf Anfrage zum Karoq und Kodiaq. Die Sicherheit des Sitzes sei bei einem Unfall möglicherweise eingeschränkt.

Gleich lautende Warnhinweise des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) gibt es für den Seat Ateca und Tarraco (Foto), sowie den VW Tiguan. An den betroffenen Fahrzeugen wird das rechte Seitenteil des Sitzgestelles bzw. der Sitzwanne auf Risse überprüft und ggf. ersetzt. Dies dauert bei Skoda je nach Arbeitsumfang zwischen einer halben und zwei Stunden. Bei den Tschechen geht es weltweit um knapp 1.100 im Januar dieses Jahres gebaute Einheiten. Hinzu kommen 931 im Februar produzierte Seat und 421 VW. Insgesamt sind von allen drei Marken etwas über 500 betroffene Fahrzeuge in Deutschland gemeldet. Die Aktionscodes lauten „72J4“ (Seat), „72J5“ (VW) und „72J6“ (Skoda).

Skoda muss hierzulande zusätzlich noch 548 Einheiten des Kodiaq in die Vertragswerkstätten einbestellen. Sie verließen im Dezember 2018 das Werk. Im Rahmen des Einzelsitzes in der zweiten Sitzreihe könnte eine Befestigungsmutter fehlen, so der Sprecher. Für die Kontrolle aller Befestigungsmuttern des hinteren Einzelsitzes und die ggf. notwendige Nachrüstung ist eine halbe Stunde eingeplant. Der Rückruf mit dem Code „72J1“ betrifft den Angaben zufolge weltweit 2.015 Exemplare des SUV.

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