Tesla-Rückruf: Scheibenwischerprobleme beim Model Y

Nach einem Softwareupdate sollen 7.300 Model Y bestimmte EU-Regularien hinsichtlich einer Wischerblockade erfüllen. Wie bei den Amerikanern üblich, wird diese Aktualisierung online aufgespielt.

Innenaufnahme des Tesla Model Y.
Bild: Tesla Inc.

Wegen möglicher Nichteinhaltung der EU-Verordnung 1008/2010 spielt Tesla im November auf 7.300 größtenteils in Europa befindliche Model Y ein Softwareupdate „over the air“ (OTA – also mittels Fernwartung via Internet) auf. Das geht aus einer Herstellerverlautbarung hervor, die „Kfz-Rueckrufe.de“ vorliegt. Die Kompakt-SUV verließen in diesem Jahr zwischen 19. März und 4. Juli das Werk.

Die Verordnung schreibt in Anhang III vor, dass die Scheibenwischer einer Blockade von mindestens 15 Sekunden standhalten müssen, ohne dabei Schaden zu nehmen. „Die Verwendung automatischer Sicherungen ist zulässig, vorausgesetzt, es sind keine anderen Betätigungseinrichtungen als die des Scheibenwischers zu betätigen, um das System wieder in Gang zu setzen“, heißt es unter Punkt 1.1.8.

Mit dieser Vorschrift haben einige Model Y offensichtlich Probleme. Die Wischermodul-Software erlaubt es der Fehlerbeschreibung zufolge nach einer Blockade nicht, den Scheibenwischer wieder mit dem Hebel am Lenkrad zu starten. Vielmehr muss der Fahrer das Fahrzeug einmal aus- und wieder einschalten, um die Wischer zurückzusetzen. Zur betroffenen Stückzahl in Deutschland und zum Aktionscode liegen noch keine Infos vor.

Nachtrag 17.11.:

Für etwa 3.200 Model Y in Europa gibt es einen (weiteren) Rückruf, weil die Hupe nicht funktionieren könnte. Hier bedarf es wohl eines mechanischen Eingriffs, falls der elektrische Anschluss für die Hupe repariert werden muss. Die betroffenen Elektroautos liefen nach unseren Informationen zwischen 19. März und 24. Oktober 2022 in der Gigafactory Berlin-Brandenburg vom Band.

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