Überhöhte NOx-Werte: Weitere Updates bei Opel

90.000 Fahrzeughaltern hatte der Hersteller eine Senkung der Emissionswerte versprochen. Nun können auch die Fahrer eines Cascada und Zafira einen Werkstatttermin vereinbaren.

EIn silberner Opel Cascada fährt mit hoher Geschwindigkeit auf einer Landstraße.
Bild: Opel

Seit dem Frühjahr 2017 erhält der Opel Insignia mit dem Zweiliter-Dieselmotor bereits ein Softwareupdate zur Senkung der Stickoxidemissionen. „Mittlerweile wurde die Aktion auch auf die Diesel-Varianten des 2.0 Liter Zafira Tourer und Cascada sowie die 1.6 Liter Diesel-Varianten des Zafira Tourer ausgeweitet“, erklärte ein Opel-Sprecher auf Nachfrage zu einem neuen Warnhinweis des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) von Ende April. Cascada (Foto) und Zafira der Baujahre 2012 bis 2016 weisen demnach „überhöhte Stickoxidwerte im Straßenbetrieb“ auf.

Der Sprecher legte wert auf die Feststellung, dass die Modelle zu jeder Zeit die gesetzlichen Vorgaben eingehalten hätten. Auch in diesem Fall handele es sich also um ein freiwilliges Softwareupdate und nicht um einen angeordneten Rückruf. Wie viele der ursprünglich von Opel angekündigten 90.000 Fahrzeuge noch umzurüsten sind, verriet er nicht.

Ein Anhaltspunkt bietet die Zahl der Softwareupdates für den Insignia. Diese betrug Angaben des Verkehrsministeriums zufolge insgesamt 31.000, davon etwas weniger als die Hälfte in Deutschland. Das würde bei den verbliebenen 59.000 Fahrzeugen eine Summe von 29.500 Haltern bedeuten, die hierzulande noch eine Einladung zum knapp einstündigen Besuch der Vertragswerkstatt erhalten.

Durch die Überarbeitung kann der Stickoxidausstoß laut Aussagen des Ministeriums je nach Umgebungstemperatur um 64 bis 92 Prozent gesenkt werden. Bekanntlich hatten die Beamten vor zwei Jahren Zweifel an der Gesetzeskonformität des Abgasverhaltens eines Opel Insignia geäußert. Im Rahmen der Straßenmessungen der „Untersuchungskommission Volkswagen“ fiel das Modell mit hohen NOx-Emissionen negativ auf. Anders als bei VW wurde aber kein Softwareupdate behördlich angeordnet. Somit droht Betroffenen auch keine Stilllegung ihres Fahrzeugs, wenn sie die Teilnahme an der Maßnahme verweigern.

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