Hyundai: Fünf verschiedene Rückrufcodes

Zwei Aktionen drehen sich erneut um Batterieprobleme bei Elektroautos, weitere um Airbags, Wegfahrsperre und Reifendruckkontrollsystem. Einbestellt werden der Ioniq und Kona, sowie der i30 und Tucson.

Zwei blaue Hyundai Tucson stehen 2020 vor einer Großstadtshilouette.
Bild: Hyundai Motor Company

Französische und portugiesische Behörden melden erneut Batterieprobleme bei Elektroautos von Hyundai. Nachdem es Anfang des Jahres bereits einen Warnhinweis des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) zum Kona gegeben hatte, steht im Rahmen der Aktion „11D043“ nun zusätzlich der Ioniq auf der Liste.

Beide Baureihen liefen den Angaben zufolge zwischen 4. Mai 2018 und 2. März 2020 vom Band. Bei ihnen besteht erhöhte Kurzschluss- und damit Brandgefahr. Ein weiterer Aktionscode in diesem Zusammenhang lautet „11D044“. Hier wird die Brandgefahr auf den Ladevorgang bei zwischen Juni 2019 und Januar 2020 gebauten Ioniq eingegrenzt.

Es sind nicht die einzigen Hyundai-Rückrufe in diesen Tagen. Die Datenbank des KBA erhielt in den vergangenen Wochen drei weitere neue Einträge. Bislang gibt es nur zu einem ergänzende Herstellerinfos. Demnach könnte der linke und rechte Kopfairbag in 174 hierzulande registrierten SUV vom Typ Tucson (Modellcode: NX4e, s. Foto) verdreht eingebaut sein. Die Einbaulage werde beim Vertragspartner geprüft und gegebenenfalls korrigiert, kündigte ein Sprecher des Importeurs an.

Als Zeitvorgabe nannte er dabei 20 Minuten für den Airbag-Check und 2,5 Stunden bei einem notwendigen Tausch der Bauteile. Die Maßnahmen sind europaweit für rund 1.000 Einheiten vorgesehen, gebaut zwischen 14. Oktober 2020 und 15. April 2021 in Tschechien.

Eingeschränkte Funktion des Reifendruckkontrollsystems

Deutlich mehr Tucson sind es bei einem weiteren Rückruf, der laut KBA Probleme mit der Wegfahrsperre beseitigen soll. Die Aktion steht hierzulande für 3.700 SUV mit (Plugin-)Hybridantrieb aus dem Bauzeitraum 14. Oktober 2020 bis 14. Juli 2021 an. Weltweit benötigen knapp 33.700 Einheiten eine Aktualisierung des passenden Steuergerätes.

Bei 2.942 Hyundai i30, davon 438 in Deutschland, kann es laut Flensburg zu einer „eingeschränkten Funktion des Reifendruckkontrollsystems“ (TPMS) kommen. Abhilfe soll bei den im Juni dieses Jahres ebenfalls in Tschechien produzierten Autos ein Softwareupdate des indirekt messenden TPMS im ESP-Steuergerät schaffen. Die Aktionskennungen lauten „11DC17“ (Airbags), „11DC30“ (Wegfahrsperre) und „11DC25“ (TPMS).

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