Mercedes rollt Schiebedach-Rückruf weltweit aus

Die bereits aus den USA bekannte Aktion betrifft in Deutschland über 381.000 Fahrzeuge. Weltweit geht es um knapp 1,6 Millionen Einheiten.

Ein silberner Mercedes-Benz CLS 63 AMG (C219), steht 2006 auf einer Kiesfläche.
Bild: Daimler AG

Der bereits aus den USA bekannte Schiebedach-Rückruf von Daimler ist eine globale Angelegenheit. Das bestätigte ein Konzernsprecher auf Anfrage. “Die Mercedes-Benz AG hat festgestellt, dass bei bestimmten Fahrzeugen der C-Klasse (BR 203), CLK (BR 209), E-Klasse (BR 211) und CLS (BR 219, Foto) die Klebeverbindung zwischen dem Glasdeckel und dem Rahmen des Schiebehebedachs nicht der Spezifikation entsprechen könnte”, erklärte er.

Weltweit bestellt das Unternehmen laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) fast 1,6 Millionen Fahrzeuge ein, davon über 381.000 in deutsche Vertragswerkstätten. Eigentlich geht es dem Hersteller zufolge nur um Modelle mit einem Produktionsdatum zwischen Januar und August 2006. “Darüber hinaus könnten Fahrzeuge dieser Baureihen von 1999 bis 2010 betroffen sein, bei denen während der Reparatur ein potenziell betroffenes Schiebedach verbaut wurde”, sagte der Sprecher.

Das bestätigt eine Angabe der US-Verkehrssicherheitsbehörde vom Wochenende. Demnach muss nur an maximal zwei Prozent der zurückbeorderten Einheiten tatsächlich der bis zu zwei Stunden dauernde Schiebedach-Tausch vollzogen werden. Beim Rest ist es mit einer Prüfung getan. Der interne Herstellercode des Rückrufs lautet “7891003”. Kundenanfragen beantwortet die Hotline 00800/12777777.

Nachtrag 12.4.2021:

Daimler hat den Rückruf um knapp 6.500 Fahrzeuge der o.g. Baureihen erweitert. In Deutschland geht es laut KBA um 1.872 weitere Autos. Sie entstammen den Baujahren 2000 bis 2010. Der Aktionscode lautet diesmal “7891004”. Zudem meldet die Behörde eine “fehlerhaft verklebte Blende an der Panoramadachscheibe”, die sich vom Fahrzeug lösen kann. Gemeint sind in diesem Fall 16.873 Einheiten der A-, C- und S-Klasse, sowie des CLA, GLA, GLC und GLE der Baujahre 2012 bis 2020. Der Rückruf “7790003” ist hierzulande aber nur für 265 Halter relevant.

Nachtrag 27.7.:

Erneut meldet das KBA eine Ausdehnung des Rückrufs auf weitere 22.800 Fahrzeuge, davon 8.156 in Deutschland. Neu in der Modellliste der Maßnahme “7891004” ist der CLC.

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1 Kommentar

  1. Mercedes ,sollte auch einmal darüber nachdenken ob es nicht besser wäre die alten Modelle wie zb.w203 /S203 zurück zu rufen .Hier ist der Mangel ,das die Hinterachse von innen nach außen rosten könnte .An unserm S203 ist die Halterung an der Zug/Druckstrebe abgerissen in Folge von Durchrostung .
    Das gefährliche daran ,die Durchrostung ist im Vorfeld schwer zu erkennen .Mercedes würde hier Kulanz übernehmen nach Aussage einer Vertragswerkstatt wo das Fahrzeug nach vortragen des Schadens sich angeschaut wurde ,nur aber nicht in einem Angemessenen Umfang .Mercedes übernimmt 50% das wären hier an Selbstbeteiligung immerhin 1500€.
    Dafür das es sich hier um ein Sicherheits relevantes Bauteil handelt sollte Mercedes doch einmal über eine andere Regelung nachdenken um diesen Schaden zu beheben .

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