Stellantis und Toyota: Je ein Rückruf für Modelle mit Elektro- und Verbrennungsmotor

Etwa 33.500 Stromern weltweit droht ein Antriebsverlust. Deutlich mehr sind es bei der Aktion für Hochdachkombis mit konventionellem Antrieb. Hier müssen rund 180.000 Einheiten wegen erhöhter Brandgefahr in die Vertragswerkstätten.

Ein blauer Peugeot e-Rifter fährt 2019 durch eine Großstadt.
Bild: Stellantis

Vier gleich lautende Warnhinweise des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) wegen erhöhter Brandgefahr datieren schon vom Oktober und November des vergangenen Jahres. Sie gelten der Familie der Hochdachkombis von Stellantis und Toyota, konkret dem Citroën Berlingo, Peugeot Partner / Rifter, Opel Combo und Toyota Proace City (Verso). In Summe weltweit rund 180.000 Fahrzeuge, davon etwa 14.500 in Deutschland, verfügen der Behörde zufolge über eine „ungeeignete Metallschutzverkleidung unter dem Motor“.

Brennbare Überreste wie Laub und Gras könnten sich dadurch unter dem Motor auf dem Unterbodenschutz in der Nähe der Abgasanlage ansammeln und entzünden. Wie ein Toyota-Sprecher erklärte, besteht die Gefahr nach einer Fahrt „zum Beispiel über eine erhöhte Grasfläche“. Denn bei solchen Offroad-Ausflügen könne die Kante des Unterbodenschutzes Vegetation abtrennen. Eine Opel-Sprecherin räumte ein, dass in diesem Zusammenhang vereinzelte Fälle bekannt seien, „jedoch ohne Sach- und/oder Personenschäden“.

Der Tausch der unteren Motorabdeckung dauert in der jeweiligen Vertragswerkstatt den Angaben zufolge zwischen 25 und 40 Minuten. Die internen Rückrufcodes lauten „JAP“ für hierzulande 7.113 Citroën, „KUZ“ für 4.103 Peugeot, „KAE“ für 2.171 Opel und „CI22-047“ für 1.085 Toyota. Die Herstellungsdaten liegen in unterschiedlichen Zeiträumen zwischen November 2017 und September 2021.

Softwareupdate für Elektrovarianten

Die Elektrovarianten der genannten Kleintransporter sind Gegenstand eines weiteren Rückrufs. Ein Toyota-Sprecher benannte das Problem wie folgt: „Es liegt ein Fehler in der spezifischen Softwarekalibrierung des Traktionsbatterie-Steuergerätes (ECU) vor. Folglich kann es zu einer falschen Erkennung der Zellenspannung und/oder der Batterietemperatur kommen. In diesem Fall schaltet das Notfall-System den Motor ab, um eine Beschädigung der Antriebsbatterie zu verhindern, was wiederum zu einem Antriebsverlust führt“.

Das Problem haben auch noch weitere Elektroautos von Stellantis. Die Aktion „MDY“ gilt zusätzlich auch noch dem Peugeot e-208 und e-2008, „JPD“ dem ë-C4 (X) und den DS3 Crossback E-Tense und „KEG“ außerdem dem Opel Corsa-e und Mokka-e. Diese drei Kennungen sind weltweit für rund 32.500 Halter relevant, davon knapp 7.000 bei uns. Der Toyota-Rückruf „CI23-001“ gilt hierzulande für 68 Proace City und Proace City Verso Electric und weitere 1.000 im Ausland. Alle Autos liefen zu unterschiedlichen Zeiträumen während des zweiten Halbjahrs 2022 vom Band und benötigen nun ein etwa 30-minütiges Softwareupdate.

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