BMW erweitert AGR-Rückruf

Insgesamt überprüft der Hersteller jetzt bei weltweit rund 1,6 Millionen Fahrzeugen das Modul zur Senkung der Schadstoffwerte im Abgas.

BMW-Konzernzentrale (Vierzylinder-Hochhaus) mit Museum im Vordergrund, aufgenommen 2016 von einem Balkon der der BMW-Welt in München.
Bild: BMW

Der im August veröffentlichte Rückruf für diverse Dieselmodelle von BMW wegen Brandgefahr ist nun vom Hersteller erweitert worden. Waren ursprünglich rund 480.000 Fahrzeuge in Europa und Asien betroffen, sind es nun weltweit 1,6 Millionen, wie die Münchner am Dienstag mitteilten. Auch der Produktionszeitraum hat sich erweitert. Ursprünglich ging es nur um Modelle, die zwischen Juli 2012 und September 2016 vom Band liefen.

Nachdem es zuvor noch regionale Unterschiede in der zurückgerufenen Modellpalette gab, sind nun laut einem Konzernsprecher alle Baureihen mit Vier- und Sechszylinder-Dieselmotoren betroffen. Der Produktionszeitraum der Fahrzeuge mit Vierzylindermotoren ist März 2011 bis März 2017, der mit Sechszylindermotoren August 2010 bis Januar 2017.

Die Vierzylinder-Selbstzünder erhalten in der Werkstatt grundsätzlich einen neuen AGR-Kühler. Bei allen Sechszylinder-Dieseln führen die Servicemitarbeiter zunächst einen so genannten „Quick Check“ durch. Nur wenn dieser ein Problem aufzeigt, kommt es zum Tausch der fehlerhaften Komponente. „Die Ausweitung der Technischen Aktionen in Europa startet baldmöglichst“, sagte der Sprecher. Je nach Derivat und Modell könne die Reparatur bis zu drei Stunden dauern.

„Minimales Risiko weiter reduzieren“

Der bayerische Autobauer begründete die Erweiterung des Rückrufs mit weiteren Untersuchungen von Motoren mit einer ähnlichen technischen Konfiguration. Dabei habe man in „Einzelfällen“ ebenfalls ein Problem erkannt. Dieses „minimale Risiko“ wolle man „durch länderspezifische Ausweitungen der Technischen Aktionen“ weiter reduzieren. „Ziel ist es, das Vertrauen der Kunden in unsere Produkte zu stärken“, so der Sprecher.

Konkret geht es um die Glykol-Kühlflüssigkeit, die aus dem AGR-Kühler austreten kann. „In Kombination mit typischen Ruß-Ablagerungen sowie unter den üblicherweise hohen Temperaturen im AGR-Modul kann dies zu glühenden Partikeln führen. In sehr seltenen Fällen kommt es dabei zu Anschmelzungen im Ansaugkrümmer, die im Extremfall zu einem Brand führen können“, beschreibt die heutige schriftliche Mitteilung das Fehlerbild.

 

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