BMW erweitert Rückruf wegen AGR-Problemen

Zu den 1,6 Millionen Fahrzeugen aus dem vergangenen Jahr gesellen sich weitere 232.000 Vierzylinder-Modelle aus nahezu dem gesamten Diesel-Portfolio der Baujahre 2010 bis 2017.

BMW Hochhaus und Museum. Aufnahme von 07/2013.
Bild: BMW AG

Wegen einer möglichen Undichtigkeit am Abgasrückführungsmodul ruft BMW weitere 232.000 Dieselmodelle mit Vierzylinder-Motoren zurück. „Bei den betroffen Fahrzeugen wird das Produktionsdatum des AGR-Kühlers geprüft und bei Bedarf dieser ersetzt“, kündigte ein Konzernsprecher gegenüber „Kfz-Rueckrufe.de“ an. Je nach Arbeitsaufwand dauere dies zwischen 30 Minuten und bis zu drei Stunden.

Schon vergangenes Jahr hatte der Hersteller wegen diesem Problem in mehreren Etappen weltweit 1,6 Millionen Dieselmodelle zurückgerufen. Nach Feldbeobachtung habe man die Zahl der zurückzurufenden Fahrzeuge aus dem Produktionszeitraum August 2010 bis August 2017 nochmals erhöht, so der Sprecher. In Deutschland müssen seit Anfang November rund 113.000 weitere Exemplare der Baureihen 1er bis 7er, sowie X1 und X3 bis X6 in einen Vertragsbetrieb kommen.

BMW hat für die AGR-Problematik inzwischen drei verschiedene Aktionscodes vergeben: „0011900400“, „0011970400“ und „0011400500“. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) überwacht deren Durchführung nicht. Das könnte mit der Gefahreneinschätzung des Herstellers zusammenhängen. Schon im Oktober 2018 sprach der von einem „minimalen Risiko“, das durch den Rückruf weiter reduziert werden solle. In Korea hatte das Problem dagegen für einige Schlagzeilen gesorgt.

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1 Kommentar

  1. Mit dem tausch der AGR wird warscheinlich die AGR rate durch Update erhöht (Frischluftrate gesenkt), als Absicherung wegen Abgasskandal, dadurch gibt stärkere Verkokungen des Ansaugttraktes und weniger NOx
    Nur als Vermutung.

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