Mazda-Rückrufe: Probleme mit Dieselmotoren

Eine von drei Aktionen für Selbstzünder der Baujahre 2012 bis 2018 betrifft auch Europa, wo knapp 350.000 Einheiten ein Softwareupdate erhalten.

Ein roter Mazda3, fotografiert von schräg vorne, fährt auf einer Landstraße.
Bild: obs/Mazda/Mazda Motors Deutschland

Gleich drei größere Rückrufe wegen Problemen mit Dieselmotoren bereitet Mazda aktuell für diverse Modelle vor. Ein Tausch der Federn der Einlassventile und des Drucksensors in der Abgasanlage führt der Hersteller nur in einigen asiatischen Ländern bei über 250.000 Fahrzeugen bzw. knapp 210.000 Exemplaren durch. Ein Update der Ansteuerungssoftware für die Einlassschließklappe an weltweit über 623.000 Fahrzeugen ist dagegen auch für Europa vorgesehen.

Auf unserem Kontinent müssen über 350.000 Halter des Mazda3 (s. Foto, Modellcode: BM, europaweit 35.187 Exemplare), Mazda6 (GJ, 93.797) und CX-5 (KE/KF, insgesamt 219.633) mit 2,2 Liter-Dieselmotor (SH) demnächst mit Post vom Hersteller rechnen. „Der Motor könnte ausgehen, wenn sich bei vollständig geschlossener Einlassschließklappe Rußablagerungen gebildet haben“, begründete Mazda Motors Deutschland (MMD) das Vorgehen. Stückzahlen zu diesem Rückruf für den deutschen Markt konnte sie noch nicht vorlegen.

Die Fahrzeuge liefen zwischen 13. Februar 2012 und 4. Juli 2018 vom Band. Neben dem Update könnte auch ein Tausch der Einlassschließklappe anstehen. „Werden bei der Prüfung Fehler an der Einlassschließklappe festgestellt oder die Motorwarnleuchte leuchtet nach der Neuprogrammierung, wird die Einlassschließklappe durch ein neues Bauteil ersetzt“, heißt es in der Mitteilung.

Zur Arbeitszeit konnte MMD ebenfalls noch keine Angaben machen. Die Rückrufmaßnahme befinde sich derzeit noch in der Vorbereitung. Anschließend erfolge der Kontakt zum Halter der betroffenen Fahrzeuge und eine Einladung zur Reparatur in die Werkstatt. Wie immer markiert die nach Abschluss der Aktion das Fahrzeug nicht, so wie es bei anderen Fabrikaten z.B. durch einen Aufkleber geschieht. Es gibt lediglich einen digitalen Eintrag in den Mazda-Systemen. Die Fahrgestellnummer eines jeden betroffenen Fahrzeugs sei dort vermerkt. Mazda Partnern und auch freien Werkstätten könnten den Status dort überprüfen, so MMD in seinem Statement.

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