Renault: Drei Rückrufe für den Clio

Elektrik, Automatik und Lenkanlage lauten die Schwachstellen beim Kleinwagen. Zwei Aktionen betreffen auch den Captur, eine den Zoe.

Ein orangener Renault Clio V steht 2019 vor einer Graffitiwand.
Bild: Renault

Die Elektrik, Automatik und Lenkanlage sind drei Schwachstellen, die neue Rückrufe für den Renault Clio ausgelöst haben. „Der Bremspedalschalter für die Funktion des Fahrstufenwahlhebels hat möglicherweise keine Verbindung mit dem Bremspedal und kann seine Funktion somit nicht erfüllen“, erläuterte Martin Zimmermann, Vorstand Kommunikation der Renault Deutschland AG, auf Anfrage das erste Problem.

Dadurch werde ein Wechsel von der Schaltstellung „P“ (Parken) auf „R“ (Rückwärts) ohne gleichzeitige Betätigung des Bremspedals möglich. Ein Aus- und Wiedereinbau sowie eine Neufixierung des Schalters und eine Funktionskontrolle des Fahrstufenwahlhebels soll dies künftig ausschließen. Für die Aktion mit dem internen Code „0D7K“ sind etwa 20 Minuten eingeplant. Konkret geht es um die fünfte Clio-Generation (Foto). Die 241 Fahrzeuge in Deutschland und 553 weltweit liefen zwischen 10.6. und 28.8.2019 vom Band.

Das zweite Problem teilt sich der Clio V mit dem Captur II und Zoe. Weltweit 5.700 Fahrzeugen, davon 685 in Deutschland, droht ein Ausfall der Lenkkraftunterstützung. Zimmermann grenzte den Rückruf „0D9V“ auf Modelle mit elektrischer Servolenkung ein und begründete die Maßnahme mit einer „möglichen internen Störung der Ansteuerung“ der Einheit aus elektrischer Servolenkung samt Lenksäulenmotor. Deren Austausch dauert den Angaben zufolge etwas über zwei Stunden und ist für Modelle aus dem Produktionszeitraum April bis Oktober 2019 vorgesehen.

Möglicher Kurzschluss im Dreizylinder-Aggregat

Die Vorgängergenerationen des Clio und Captur mit dem Dreizylinder-Ottomotor (Kürzel: „H4Bt.“) aus dem Bauzeitraum 1.11.2018 bis einschließlich 24.7.2019 sind Gegenstand des dritten Rückrufs mit dem Code „0D78“. Hier geht es um einen möglichen Kurzschluss, wenn das Pluskabel der Batterie mit dem Kühlkörper des Generators in Kontakt kommt.

Neben einer „Wärmeentwicklung im Motorraum“ nannte Zimmermann diverse Warnmeldungen in der Instrumententafel und eine Motordrehzahlbegrenzung auf 2.000 Umdrehungen pro Minute als mögliche Folgen. Die Kontrolle und Neuverlegung des Batteriekabels dauern den Angaben zufolge etwas mehr als 45 Minuten. Sollte zusätzlich ein Generatortausch nötig sein, sind 2,2 Stunden eingeplant. Weltweit müssen 3.648 Halter zu diesem Rückruf erscheinen, davon 581 in Deutschland.

Nachtrag 17.3.:

Einen Generatortausch hat das Kraftfahrt-Bundesamt inzwischen auch für weltweit 2.680 Dacia Logan und Sandero angekündigt. Der Aktionscode „0D9F“ ist demnach aber nur für einen einzigen Halter in Deutschland relevant.

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