US-Rückrufe: Motoraussetzer bei Audi und VW

Weder der Tausch eines Kraftstoffpumpensteuermoduls für Passat und CC noch ein Softwareupdate für den 2.0 TFSI im A3 sind für Europa vorgesehen.

EIn silbergruaer VW CC fährt in einem Hafen an einer Yacht vorbei. CC 3.6 V6 4MOTION - Kraftstoffverbrauch in l/100 km: kombiniert 9,3; CO2-Emission kombiniert in g/km: 215
Bild: VW

Ein großer Rückruf für Passat und CC sowie ein kleiner für den Audi A3 stehen in Nordamerika an. Dies hat der Volkswagen-Konzern Ende August angekündigt. Knapp 300.000 VW-Besitzer der Modelljahre 2009 bis 2016 (CC, Foto) bzw. 2006 bis 2010 (Passat, sechste Generation aus den Werken Emden und Zwickau) mit Vierzylinder-Benziner werden Mitte Oktober schriftlich vor einem möglichen Ausfall der Kraftstoffpumpe gewarnt. Wann der notwendige Austausch des Kraftstoffpumpensteuermoduls (Teilenummer: 1K0 906 093) erfolgt, steht allerdings noch nicht fest. Die nötigen Ersatzteile sind noch nicht verfügbar.

Das neue Modul soll von einem anderen Zulieferer kommen und einen anderen Platz im Fahrzeug erhalten. Der Hersteller will so die „thermische und mechanische Beanspruchung“ reduzieren, wie die US-Verkehrssicherheitsbehörde (NHTSA) mitteilte. Dieser Stress sorgte bei dem bislang unter dem Rücksitz angebrachten Modul für Unterbrechungen der Stromversorgung oder eine Dauerbestromung mit der Folge einer leeren Batterie. Den Rückruf hat Volkswagen schon in China gestartet. Für Europa ist die Aktion „20AE“ nicht vorgesehen, wie ein VW-Sprecher in Wolfsburg auf Anfrage sagte. Eine nähere Begründung lieferte er nicht.

Anders der Audi-Sprecher: „Die Steuerungssoftware des Motors ist marktspezifisch in Nordamerika, da dort beispielsweise neben anderen Fahrprofilen auch andere Emissionsnormen gelten“, begründete er die Tatsache, dass der Rückruf „24DF“ auf die USA und Kanada beschränkt bleibt. Dort geht es um knapp 8.900 A3 der Modelljahre 2017 und 2018 mit Zweiliter-TFSI-Motor und Frontantrieb. Nach Motorstart und bei niedrigen Drehzahlen könne die Motorsteuerung die Drehung des Zweimassenschwungrades als „Klopfgeräusch“ fehlinterpretieren und das Luft-Kraftstoff-Gemisch so dosieren, dass der Motor abstirbt. Ein Softwareupdate soll dies künftig verhindern.

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