VW T6.1: Lieferantenfehler sorgt für Rückruf

In über 1.200 links gelenkten Busse könnten die Piloten unerwartet auf die Servounterstützung verzichten müssen. Auf dem Heimatmarkt müssen 527 Fahrzeuge für mindestens 20 Minuten in den Vertragsbetrieb.

Innenraum des VW T6 Multivan Panamericana von 2016.
Bild: VW Nutzfahrzeuge

Die Abhilfemaßnahme eines neuen Rückrufs von VW Nutzfahrzeuge sieht die Überprüfung eines Dichtstopfens vor. Wurde der nicht korrekt eingepresst, ersetzt der Vertragsbetrieb das Lenkgetriebe. Für die Instandsetzung des Fahrzeuges seien je nach Reparaturumfang zwischen 20 Minuten für die Überprüfung und mehreren Stunden für das Ersetzen des elektromechanischen Lenkgetriebes vorgesehen, kündigte der Sprecher der Konzernsparte auf Nachfrage an.

Die Maßnahme mit dem internen Herstellercode „48R4“ betrifft weltweit 1.239 Linkslenkerfahrzeuge vom Typ T6.1, davon 527 in Deutschland. „Fahrzeuge aus dem Bauzeitraum 13. Juli bis 3. November 2020 können fehlerhafte Lenkungen aus dem Bauzeitraum 6. bis 9. Juli 2020 aufweisen“, erklärte der Sprecher. „Der Lieferantenfehler ist durch sehr wenige bisher aufgetretene Schadensfälle entdeckt worden“, ergänzte er.

In den genannten vier Tagen hat der Zulieferer möglicherweise Dichtstopfen am elektromechanischen Lenkgetriebe nicht gerade in die dafür vorgesehene Bohrung gesetzt. Dadurch kann an dieser Stelle Feuchtigkeit in das Lenkgetriebe eintreten. Sollte dies zum Kurzschluss führen, wäre ein Abschalten der Lenkunterstützung die Folge. „Die gesetzlich vorgeschriebenen maximalen Lenkkräfte werden bei einem Ausfall gerade noch eingehalten. Der Fahrer wird über Warnlampen im Kombiinstrument gewarnt“, heißt es in einem uns vorliegenden Dokument.

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