VW T6: Rückrufe wegen Türverriegelung

Eine größere und zwei kleine Aktionen stehen für insgesamt fast 60.000 Kleintransporter und –busse an, davon knapp 19.000 in Deutschland.

Ein VW T6.1 Multivan in Anthrazit steht 2019 vor einem Gebäude zum Einstieg bereit.
Bild: Volkswagen AG

Gleich drei Rückrufe wegen Problemen mit der Türverriegelung gibt es für den VW T6.1. Der größte schließt weltweit 58.115 Fahrzeuge aus dem Produktionszeitraum 1. Juli 2019 bis 25. Februar 2020 ein. Durch eindringendes Wasser kann es bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt zu einer Beeinträchtigung der Türverriegelungsmechanik und in der Folge zu einer Scheinverriegelung des Türschlosses kommen. Die Fahrer- und Beifahrertür, sowie bei Doppelkabinen auch die hinteren Türen könnten sich unerwartet während der Fahrt öffnen.

Die Maßnahme mit dem internen Code “57H5” sieht für 18.266 Kleintransporter bzw. -busse in Deutschland eine Abdichtung der Bowdenzüge vor. Bereits vorhandenen Abdichtmaßnahmen würden auf korrekte Ausführung geprüft, erklärte ein Sprecher von VW-Nutzfahrzeuge, der die Dauer des Werkstattaufenthalts auf maximal 2,5 Stunden bezifferte. Er betonte, dass die Einladung der betroffenen Halter in die Vertragswerkstatt aufgrund der Teileverfügbarkeit nicht vor Juni erfolgen könne.

Eine weitere Aktion steht seit Mitte März weltweit für 1.538 Einheiten an, die zwischen 27. September und 8. November 2019 vom Band liefen. Betroffen sind laut einem Sprecher von VW Nutzfahrzeuge nur Fahrzeuge mit einer Schiebetür und elektrischer Kindersicherung (Zusatzausstattungscode “4H5”). In Deutschland sind das 458 Einheiten, bei denen die elektrische Kindersicherung nicht mechanisch verriegeln könnte, obwohl sie durch den Fahrer eingeschaltet wurde und ein dauerhaft leuchtender Taster eine ordnungsgemäße Funktion vorgaukelt. “Eine Fehlermeldung wird nicht angezeigt. Trotzdem lässt sich die Schiebetür von innen öffnen”, so der Sprecher. Ein etwa halbstündiges Softwareupdate schafft Abhilfe.

Der dritte Rückruf ist sehr übersichtlich, denn er betrifft weltweit nur 38 Einheiten. “Durch den zu kurzen Bowdenzug der Steuerungseinheit zum Schiebetüraußengriff besteht nach einem Unfall mit Airbagauslösung und bei gleichzeitiger Stromlosigkeit die Gefahr, dass die Schiebetüren mechanisch von außen nicht geöffnet werden können”, warnt das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Die Vertragswerkstätten tauschen die Steuereinheit bei den im vergangenen Jahr gebauten Modellen im Rahmen der Aktion “58D9”. Fragen zu allen Rückrufen beantwortet eine Hotline unter 0800/8655792436.

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