Zwei Polaris-Rückrufe wegen Brandgefahr

Die ATV Polaris Sportsman 570 mit langem Radstand und Ranger/Crew XP 900 können durch Kraftstoffleckage bzw. Überhitzung der Sitz-Abschlussplatte Feuer fangen.

Ein grünes ATV Polaris Ranger 6x6 steckt im Schlamm in Alaska fest.
Bild: MikeMyCoach, Pixabay

Polaris, US-amerikanischer Hersteller von Quads, Motorrädern und Schneemobilen, hat zwei Rückrufaktionen für seine ATV Sportsman 570 (mit langem Radstand) und Ranger/Crew XP 900 gestartet. Weltweit geht es um eine stattliche Stückzahl von über 65.000 Fahrzeugen, in Deutschland sind davon aber nur 137 unterwegs.

Beim Sportsman 570 Touring / X2 / UTE der Modelljahre 2014 bis 2016 und bei ausgewählten frühen 2017er Sportsman 570 6×6 gibt es einem Sprecher der Marke zufolge Probleme mit der Kraftstoffleitung. Die Fahrzeuge seien unter Umständen werkseitig mit einem Ansaugschnorchel an der Airbox hergestellt worden, der im Betrieb mit der Kraftstoffleitung in Berührung kommt. Mögliche Folge: Kraftstoffleckage und ein Brandrisiko. In der Werkstatt wird ein Abstandshalter verbaut, falls Kraftstoffleitung und Ansaugschnorchel beschädigt sind, werden diese ausgetauscht.

Bei den Modellen Ranger/Crew XP 900 des Modelljahres 2014 wurden Befestigungselemente an der Abschlusshalterung der Gepäckbox montiert, die sich unter bestimmten Betriebsbedingungen lockern oder lösen könnten. „Wird die Halterung durch die Befestigungselemente nicht ordnungsgemäß in Position gehalten, kann es zu einer Überhitzung der Sitz-Abschlussplatte durch den Auspuff kommen“, so der Sprecher. Auch hier gibt es ein Brandrisiko, das durch den Einbau einer optimierten Halterung gebannt werden soll.

Dieser Rückruf läuft bereits seit dem vergangenen Dezember, der für die Kraftstoffleitung und den Ansaugschnorchel seit Januar. Abgearbeitete Fahrzeuge werden im Polaris System als „erledigt“ gekennzeichnet und mit einem Aufkleber auf der Airbox bzw. auf der Innenseite der Haube markiert. Die Fehler seien durch interne Qualitätskontrollen auffällig geworden, sagte der Sprecher. Unfälle aufgrund des Fehlers seien keine bekannt.

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