Audi und VW: Rückruf für Q5 und Tiguan

Etwas über 6.000 in diesem Jahr gebaute SUV müssen weltweit in die Werkstatt, davon 565 in deutsche. Die Werkstätten überprüfen den Verstellmechanismus der Vordersitze.

Braune Ledersitze im Innenraum eines Audi Q5 40 TDI, aufgenommen im Juni 2020.
Bild: Audi AG

Aufgrund eines fehlerhaften Verstellmechanismus der Vordersitze rufen VW und Audi weltweit 3.126 Tiguan und 2.918 Q5 zurück. Das geht aus zwei Warnhinweisen des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) vom September hervor. In Deutschland sind die Aktionen demnach überschaubar, denn es handelt sich um Fahrzeuge aus mexikanischer Produktion. Audi holt den Angaben zufolge 526 Einheiten in die Vertragswerkstatt, VW gar nur 39. Dort steht eine Überprüfung und ggf. ein Austausch der Rückenlehnen an.

Aus einer Veröffentlichung der US-Verkehrssicherheitsbehörde (NHTSA) geht hervor, dass einzelne Teile des Verstellmechanismus der Rückenlehnen und das Seitenelement des Rückenlehnenrahmens möglicherweise nicht richtig geschweißt wurden. Im Falle eines Heckaufpralls könnte daher die Rückenlehnenverstellung brechen. Dadurch steige das Verletzungsrisiko nicht nur für Passagiere auf dem Vordersitz sondern auch für den Insassen auf dem Rücksitz direkt dahinter.

Die Aktion mit dem internen Code “72L1” dreht sich um Q5 aus dem Produktionszeitraum 27. Juni bis 15. Juli dieses Jahres. Betroffene VW Tiguan liefen zwischen 26. Juni und 4. Juli 2020 vom Band. Hier lautet der Aktionscode “72K8”. Zusätzlich listet die NHTSA noch den Aktionscode “72K9” für die bei uns nicht offiziell angebotenen VW-Baureihen Jetta und Atlas.

Die reine Überprüfung der Sitze dauert laut Kundenanschreiben 30 Minuten. Eine Reparatur, die laut Hersteller bei maximal einem Prozent der einbestellten Fahrzeuge notwendig sein wird, kann bis zu einem halben Tag in Anspruch nehmen.

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